Drei Namen, drei berührende Lebenswege
Von der selben Szene ausgehend, nämlich dem Tag der Ausstellung seiner Geburtsurkunde, wird der Weg des Jungen in Schritten von 7 Jahren nacherzählt. Je nach Auswahl des Namens - durch die von häuslicher Gewalt betroffene Mutter Cora und seiner starken, großen Schwester Maia - verlaufen die Leben von Gordon, Bear bzw. Julian komplett verschieden und vor den Lesenden blättern sich verschiedene Optionen auf bis der Junge schließlich Mitte 30 ist. Man ist oft geradezu überwältigt von den krassen Schilderungen und Wendungen, die sich hinter dem harmlosen Cover plötzlich auftun. Das Buch lässt sich kaum weglegen und man merkt gleich, wenn man den Deckel zugeschlagen hat, dass das Buch noch lange bei einem bleiben wird und zum weiteren Grübeln anregen wird. Am Liebsten möchte man noch einmal von vorne anfangen und genau nachvollziehen und mitschreiben, welcher Name und seine Vergabe durch die gequälte Mutter welche Folgen über die Jahre entfaltet.