Drei Namen - drei Leben

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ullap64 Avatar

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Kann der Vorname eines Kindes den Verlauf seines Lebens beeinflussen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der vorliegende Roman. In der Familie Atkin tragen die Söhne seit Generationen den Namen "Gordon". So soll es nach dem Willen des Vaters auch bei dem zweiten Kind von Cora und Gordon Atkin sein. Doch Cora zweifelt, möchte ihren Sohn lieber "Julian"nennen. Die kleine Schwester Maia dagegen favorisiert "Bear".
Über den Zeitraum von 1987 bis 2022 erfahren wir nun abwechselnd, wie es der Familie mit den verschiedenen Namensvarianten ergangen ist.
Sehr schnell wird hier klar, dass der über Generationen "vererbte" Name nur als Synonym steht für einen tyrannischen und gewalttätigen Familienvater und die Frage, ob sich dessen Eigenschaften vielleicht auch mitvererben. Die "Technik", hier jeweils abwechselnd eine der Namensvarianten durchzuspielen und dabei immer sieben Jahre in der Zeit weiter vorzurücken, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Auch die immer wieder bestehende Frage nach dem "Was wäre wenn", und "Gibt es überhaupt einen Ausweg", ist hier sehr gut umgesetzt worden. Ansonsten hat mich die Geschichte in allen drei Variationen sehr erschüttert, insgesamt ist es inhaltlich keine leichte Kost, der Sprachstil allerdings sehr leichtgängig. Nach Abschluss des Buches muss man den Inhalt erst einmal sacken lassen, insgesamt eine toll gemachte Story!