Drei Vornamen, drei Lebenswege
Das außergewöhnliche in dem Debütroman "Die Namen" von Florence Knapp ist die Frage: Wie sehr prägt der Name, den wir tragen, den Menschen, der wir sind?
Cora mochte den Namen Gordon noch nie, doch wie es Tradition in der Familie ihres Mannes Gordon ist, wird der Vorname immer an den Sohn weitergegeben. Er selbst ist ein erfolgreicher und angesehener Allgemeinmediziner und wird von seinen Patienten sehr geschätzt, doch wie es Privat aussieht, ahnt keiner. Seine Tochter Maia fürchtet jedoch ihren Vater und zieht sich weitgehendst von ihm zurück. Und endlich bekommt Gordon seinen Stammhalter. Cora würde ihren Sohn lieber Julian nennen und die kleine Maia bevorzugt den Namen Bear.
Plötzlich und überraschend wird aus dem Stammhalter, der Sohn mit drei Namen: Bear, Julian und Gordon. Die Handlung baut sich auf drei Perspektiven auf und erzählt drei unterschiedliche Lebenswege mit Zeitsprüngen von jeweils sieben Jahren in der Zeit von 1987 bis 2022, die auch drei unterschiedliche Folgen für den Verlauf von Coras Ehe hat. Die Schwester des Stammhalters Maia ist die Konstante und begleitet ihren Bruder in allen drei Handlungsebenen. An der ein oder anderen Stellen zeigt sich die Vergangenheit erst im Nachhinein, was mitunter etwas unübersichtlich, wird.
Am schlimmsten zu lesen war für mich die erschütternde Darstellung von Coras Leben in dieser toxischen Ehe, die auf den drei Lebenswegen aber unterschiedlich aufgebaut sind. Ihr Mann Gordon ist nach Außen ein empathischer, kompetenter Arzt und im Umfeld angesehen, privat jedoch kontrollierend, manipulativ und äußerst brutal. Die Geschichte zeigt Coras schleichende Isolation, die psychische Zermürbung und den Verlust von Selbstbestimmung und Selbstwertgefühl. In keinem der Lebenswege gibt es einen einfachen oder sicheren Ausweg.
Diese sehr dicht beschriebenen Handlungen und deren Auswirkungen auf das Leben der ganzen Familie haben mich doch ganz schön betroffen gemacht.
Fazit:
Die Autorin hat für ihr Debüt ein sehr gewaltiges Thema gewählt, dieses zwar mit ungeheurer Wucht erzählt aber keinen Platz für eine optimistischere Wendung, gelassen. Ein bisschen Feingefühl bzw. Fingerspitzengefühl, hat mir in dieser Geschichte, einfach gefehlt.
Cora mochte den Namen Gordon noch nie, doch wie es Tradition in der Familie ihres Mannes Gordon ist, wird der Vorname immer an den Sohn weitergegeben. Er selbst ist ein erfolgreicher und angesehener Allgemeinmediziner und wird von seinen Patienten sehr geschätzt, doch wie es Privat aussieht, ahnt keiner. Seine Tochter Maia fürchtet jedoch ihren Vater und zieht sich weitgehendst von ihm zurück. Und endlich bekommt Gordon seinen Stammhalter. Cora würde ihren Sohn lieber Julian nennen und die kleine Maia bevorzugt den Namen Bear.
Plötzlich und überraschend wird aus dem Stammhalter, der Sohn mit drei Namen: Bear, Julian und Gordon. Die Handlung baut sich auf drei Perspektiven auf und erzählt drei unterschiedliche Lebenswege mit Zeitsprüngen von jeweils sieben Jahren in der Zeit von 1987 bis 2022, die auch drei unterschiedliche Folgen für den Verlauf von Coras Ehe hat. Die Schwester des Stammhalters Maia ist die Konstante und begleitet ihren Bruder in allen drei Handlungsebenen. An der ein oder anderen Stellen zeigt sich die Vergangenheit erst im Nachhinein, was mitunter etwas unübersichtlich, wird.
Am schlimmsten zu lesen war für mich die erschütternde Darstellung von Coras Leben in dieser toxischen Ehe, die auf den drei Lebenswegen aber unterschiedlich aufgebaut sind. Ihr Mann Gordon ist nach Außen ein empathischer, kompetenter Arzt und im Umfeld angesehen, privat jedoch kontrollierend, manipulativ und äußerst brutal. Die Geschichte zeigt Coras schleichende Isolation, die psychische Zermürbung und den Verlust von Selbstbestimmung und Selbstwertgefühl. In keinem der Lebenswege gibt es einen einfachen oder sicheren Ausweg.
Diese sehr dicht beschriebenen Handlungen und deren Auswirkungen auf das Leben der ganzen Familie haben mich doch ganz schön betroffen gemacht.
Fazit:
Die Autorin hat für ihr Debüt ein sehr gewaltiges Thema gewählt, dieses zwar mit ungeheurer Wucht erzählt aber keinen Platz für eine optimistischere Wendung, gelassen. Ein bisschen Feingefühl bzw. Fingerspitzengefühl, hat mir in dieser Geschichte, einfach gefehlt.