Ein höchst interessanter Versuch...
Ein höchst interessanter Versuch... Hat die Namensgebung einen Einfluss auf das weiter Leben? Studien haben gezeigt, dass Namen wie Kevin, Justin, Maurice, Chantal oder Mandy zu Benachteiligungen im weiteren Lebensverlauf beitragen können. Das ist hinlänglich bekannt. Florence Knapp startet in ihrem Roman "Die Namen" einen etwas andersgearteten Versuch, indem sie den Kontext erweitert und die Auswirkungen des Vornamens auf das gesamte Familiensystem verfolgt. Die Grundkonstellation in den drei durchfantasierten Szenarien ist identisch: Cora lässt den Namen und Vornamen in die Geburtsurkunde eintragen. Ihr nach außen hin als praktischer Arzt allseits beliebter, aber innerhalb der Familie gewalttätiger Ehemann Gordon besteht auf der Fortsetzung der Tradition seiner Herkunftsfamilie, den männlichen Nachfolgern den Vornamen Gordon zu geben. Im ersten Szenario wählt Cora auf Vorschlag der Tochter den Vornamen Bear, im zweiten Julian und im dritten Szenario tatsächlich Gordon. Soweit der Ausgangspunkt. Die Szenarien werden in 7-Jahresschritten weiter verfolgt: Wie anders wird sich die Entwicklung der Protagonist*innen gestalten? Welche Auswirkungen wird es geben auf Liebesfähigkeit, Partnerschaft und Sexualität?. Ein wirklich spannendes Unterfangen mit nur kleinen Längen!