Highlight
Der Roman „Die Namen“ von Florence Knapp hat mich wirklich gepackt, von Beginn an konnte ich kaum aufhören zu lesen! Ausgangspunkt ist eine scheinbar kleine Entscheidung: Cora steht auf dem Amt, um ihren neugeborenen Sohn anzumelden und muss sich für einen Namen entscheiden. Drei mögliche Namen stehen im Raum und mit jedem entfaltet sich eine andere Version des Lebens dieser Familie. Dieses Konzept hat mir gut gefallen und mich ein wenig an einen meiner Lieblingsromane „Im Leben nebenan“ von Anne Sauer erinnert, in dem ebenfalls parallele Lebensentwürfe durchgespielt werden.
Ein großes Thema des Romans ist dabei häusliche Gewalt und der Umgang damit durch Beteiligte und Außenstehende. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Entwicklung von Coras Sohn und seine Schwester. Die Autorin zeigt das nicht nur an großen Entwicklungen, sondern auch an kleinen, bedeutungsvollen Details, die geschildert werden, etwa wenn Cora ganz selbstverständlich das Sakko ihres Mannes weghängt, als wäre sie eine Angestellte im eigenen Zuhause. Solche Schilderungen haben für mich die Dynamik der Beziehungen sehr greifbar gemacht. Auch sonst hat mich der Roman sprachlich überzeugt, ebenso wie die sehr flüssige Übersetzung von Lisa Kögeböhn. Immer wieder finden sich überraschende Bilder und Wendungen, die gut zur emotionalen Intensität der Geschichte passen.
Insgesamt ist „Die Namen“ ein rundum packender Roman über Familie, Gewalt, Entscheidungen und die Frage, wie sehr einzelne Momente ein Leben prägen können. Trotz der schweren Themen liest er sich sehr zugänglich und unterhaltsam.
Ein großes Thema des Romans ist dabei häusliche Gewalt und der Umgang damit durch Beteiligte und Außenstehende. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Entwicklung von Coras Sohn und seine Schwester. Die Autorin zeigt das nicht nur an großen Entwicklungen, sondern auch an kleinen, bedeutungsvollen Details, die geschildert werden, etwa wenn Cora ganz selbstverständlich das Sakko ihres Mannes weghängt, als wäre sie eine Angestellte im eigenen Zuhause. Solche Schilderungen haben für mich die Dynamik der Beziehungen sehr greifbar gemacht. Auch sonst hat mich der Roman sprachlich überzeugt, ebenso wie die sehr flüssige Übersetzung von Lisa Kögeböhn. Immer wieder finden sich überraschende Bilder und Wendungen, die gut zur emotionalen Intensität der Geschichte passen.
Insgesamt ist „Die Namen“ ein rundum packender Roman über Familie, Gewalt, Entscheidungen und die Frage, wie sehr einzelne Momente ein Leben prägen können. Trotz der schweren Themen liest er sich sehr zugänglich und unterhaltsam.