Kein einfacher Stoff, aber lesenswert
Ich gebe zu, auch ich habe nach der Inhaltsangabe etwas anderes erwartet. Für mich war die Prämisse: Wie beeinflusst der Name dein Leben? Ich musste an die Kevins und Chantals denken und an die Dorotheas und Maximilians.
Nach der Lektüre ist das aus meiner Sicht nicht mehr der Punkt. Die Frage ist: Wie ändert eine Entscheidung dein Leben? Stehst du für dich ein, oder lässt du dich unterdrücken? Und das große Thema: Wie gehst du mit häuslicher Gewalt um? Als direktes Opfer, aber auch als Kinder, die es miterlebt haben.
Aufgearbeitet wird das Thema in drei Strängen und festgemacht wird es an den unterschiedlichen Namen, die bei dem Vater unterschiedliche Reaktionen provozieren:
Einmal gibt Cora, die Mutter und misshandelte Ehefrau, ihrem Sohn den total abstrusen Namen Bear, weil sich seine Schwester das wünscht. Der Ehemann flippt aus und geht auf sie los. Ein Nachbar greift ein und wird getötet. Extrem, aber positiv für die Familie, weil der Vater ins Gefängnis kommt.
In der zweiten Variante nennt sie in Julian, Himmelsvater. Das geht noch beinahe als Kompromiss durch, weil sie es als Referenz an den Vater verkauft. Allerdings stirbt sie früh und die Kinder wachsen bei ihrer Großmutter auf.
In der dritten Variante bleibt es bei Gordon, wie vom Ehemann gewünscht. Sie bricht nicht aus dem Ehedrama aus, sondern leidet fast ihr Leben lang unter den Demütigungen und der Gewalt.
Es war klug von der Autorin, dem schlimmen Leidensweg von Cora noch zwei Alternativen gegenüberzustellen. Ich musste häufiger pausieren, weil ich die Manipulationen und Demütigungen ihres Mannes nicht ertragen konnte und es war hilfreich, dass es noch Alternativ--Leben gab.
Neben der Komposition der Erzählung fand ich es auch spannend zu sehen, dass in den drei Leben manche Personen parallel vorkommen, allerdings in unterschiedlichen Rollen und Bedeutungen. Ein bisschen wie Easter Eggs, die versteckt waren.
Ein wichtiger Roman, teilweise traurig, hoffnungslos und erschütternd. Aber er zeigt auch, dass man sich ändern kann, dass es möglich ist.
Nach der Lektüre ist das aus meiner Sicht nicht mehr der Punkt. Die Frage ist: Wie ändert eine Entscheidung dein Leben? Stehst du für dich ein, oder lässt du dich unterdrücken? Und das große Thema: Wie gehst du mit häuslicher Gewalt um? Als direktes Opfer, aber auch als Kinder, die es miterlebt haben.
Aufgearbeitet wird das Thema in drei Strängen und festgemacht wird es an den unterschiedlichen Namen, die bei dem Vater unterschiedliche Reaktionen provozieren:
Einmal gibt Cora, die Mutter und misshandelte Ehefrau, ihrem Sohn den total abstrusen Namen Bear, weil sich seine Schwester das wünscht. Der Ehemann flippt aus und geht auf sie los. Ein Nachbar greift ein und wird getötet. Extrem, aber positiv für die Familie, weil der Vater ins Gefängnis kommt.
In der zweiten Variante nennt sie in Julian, Himmelsvater. Das geht noch beinahe als Kompromiss durch, weil sie es als Referenz an den Vater verkauft. Allerdings stirbt sie früh und die Kinder wachsen bei ihrer Großmutter auf.
In der dritten Variante bleibt es bei Gordon, wie vom Ehemann gewünscht. Sie bricht nicht aus dem Ehedrama aus, sondern leidet fast ihr Leben lang unter den Demütigungen und der Gewalt.
Es war klug von der Autorin, dem schlimmen Leidensweg von Cora noch zwei Alternativen gegenüberzustellen. Ich musste häufiger pausieren, weil ich die Manipulationen und Demütigungen ihres Mannes nicht ertragen konnte und es war hilfreich, dass es noch Alternativ--Leben gab.
Neben der Komposition der Erzählung fand ich es auch spannend zu sehen, dass in den drei Leben manche Personen parallel vorkommen, allerdings in unterschiedlichen Rollen und Bedeutungen. Ein bisschen wie Easter Eggs, die versteckt waren.
Ein wichtiger Roman, teilweise traurig, hoffnungslos und erschütternd. Aber er zeigt auch, dass man sich ändern kann, dass es möglich ist.