Namen = Schicksal?
England, 1987. Cora muss nach einem Sturm etwas verspätet die Geburt ihres Sohnes anmelden. Gemeinsam mit Maia, ihrer Tochter, macht sich auf den Weg. Ihr Mann Gordon, ein hochangesehener Arzt, freut sich über den männlichen Erben und will unbedingt, dass sie seiner langjährigen Familientradition folgt und das Baby nach ihm benennt. Doch auf dem Weg zur Registratur hadert Cora mit dieser Aufgabe - würde ihr Sohn dann auch so unbarmherzig und grausam werden wie ihr Mann? Welches Schicksal bürdet man seinen Kindern mit der (falschen) Namenswahl auf?
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Die Erzählform dieses Buches ist sehr clever, denn nach dem Prolog, in dem man in die Problematik eingeführt wird, spaltet es sich in drei unterschiedliche Versionen. In der ersten heißt Coras Sohn Bear, so wie seine Schwester wollte. In der zweiten heißt er Julian, so wie Cora möchte. Und in der letzten heißt er Gordon, so wie sein Vater. Was bedeutet der Name für den Jungen? Wie unterschiedlich sieht sein Schicksal in jeder der Versionen aus?
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Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich mag es sehr, wenn Autor*innen mit Parallelwelten arbeiten und in diesem Fall ist die Umsetzung definitiv sehr gelungen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Man blickt von außen auf das Schicksal der Familie, was sehr gut funktioniert, jedoch hätte ich mir manchmal mehr Nähe gewünscht, für eine noch bessere emotionalere Verbindung.
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Keine der Versionen zeigt eine völlig heile Welt, und es wird deutlich, wie viel Wert jede noch so kleine Entscheidung haben kann. Ein Buch, das definitiv zum Nachdenken anregt. Sehr große Leseempfehlung!
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4,25/5 ⭐️
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Die Erzählform dieses Buches ist sehr clever, denn nach dem Prolog, in dem man in die Problematik eingeführt wird, spaltet es sich in drei unterschiedliche Versionen. In der ersten heißt Coras Sohn Bear, so wie seine Schwester wollte. In der zweiten heißt er Julian, so wie Cora möchte. Und in der letzten heißt er Gordon, so wie sein Vater. Was bedeutet der Name für den Jungen? Wie unterschiedlich sieht sein Schicksal in jeder der Versionen aus?
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Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich mag es sehr, wenn Autor*innen mit Parallelwelten arbeiten und in diesem Fall ist die Umsetzung definitiv sehr gelungen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Man blickt von außen auf das Schicksal der Familie, was sehr gut funktioniert, jedoch hätte ich mir manchmal mehr Nähe gewünscht, für eine noch bessere emotionalere Verbindung.
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Keine der Versionen zeigt eine völlig heile Welt, und es wird deutlich, wie viel Wert jede noch so kleine Entscheidung haben kann. Ein Buch, das definitiv zum Nachdenken anregt. Sehr große Leseempfehlung!
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4,25/5 ⭐️