Sehr originelle Variante des "Was wäre, wenn..."

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gagiju Avatar

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Die Autorin war mir bislang unbekannt, aber der Klappentext klang interessant - und hat nicht zuviel versprochen - das Buch hat mich total begeistert!

Was für eine tolle Idee, dass sich aufgrund eines Vornamens die Weichenstellung für ein ganzes Leben ergibt.

Der Grundgedanke, dass die Namensgebung eines Kindes nicht nur Einfluss auf dessen weiter charakterliche Entwicklung haben könnte, sondern auch auf sein ganzes weiteres Leben, ist hier in drei fiktiven Handlungssträngen konsequent und lebendig erzählt. Wobei die sich ergebenden unterschiedlichen Lebensrichtungen zum großen Teil, aber nicht nur, vom Verhalten des gewalttätigen und despotischen Vaters angestoßen werden. Hier führt eines zum anderen, ohne dass ich logische Fehler entdeckt hätte.

Ich finde, die ganze Geschichte ist textlich sehr gut umgesetzt, liest sich spannend und gänsehäutig und lässt gerade angesichts des cholerisch-brutalen Vaters wie im Film eine bzw. drei brisante Geschichten abspielen.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, bin immer noch völlig davon beeindruckt und empfehle voller Überzeugung, es zu lesen und zu verschenken.