starkes Debüt ins Lesejahr 2026
1987. Cora, die Mutter ist mit Maia, die Tochter auf den Weg zum Amt. Sie wollen den Namen des Kindes eintragen lassen. Den Namen hat Maia ausgewählt. Bear soll er heißen. Gordon, der Vater, sein Wille ist die Tradition muss weitergeführt werden. Das Baby muss Gordon heißen. Der ausgewählte Name von Cora ist Julian. 3 Namen, 3 Lebensläufe. Wie werden sie sich entwickeln?
„Die Namen“ von Florence Knapp ist ihr Debütroman. Ein starker Beginn ins Jahr 2026.
Ein Kind wird geboren, ein passender Name muss gefunden werden. Jedes Familienmitglied hat Ideenvorschläge. Konfliktpotenzial ist vorprogrammiert. Für welchen Namen wird sich entschieden. Der Name ist Richtungsweisend für das Leben. Jeder Name hat eine Bedeutung & dies will gut überlegt sein. Dazu spielen auch Familientraditionen eine Rolle.
Interessant ist den Lebenslauf der Protagonisten zu erleben. Wie entwickeln sich die 3 Storys. Als Leser*in begleite ich sie von der Geburt bis ins Erwachsenenalter. Entwickelt sich das Kind wie es die Eltern vorleben oder doch anders? Die Elternliebe ist dabei nicht zu unterschätzen.
In dem Buch geht es nicht nur um die Namensfindung. Es geht um viel mehr. Machtmissbrauch, Bevormundung & Häusliche Gewalt. Die Szenen werden sehr detailliert beschrieben, sind hart & lassen den Atem stocken. Wer dies nicht erträgt sollte die Stellen überblättern.
„Die Namen“ ist ein Roman über 3 Lebenswege die unterschiedlicher nicht sein können. Beim Lesen wird man in einem Sog gezogen. Die Stimmung ist oft bedrückend, düster & oft hofft man, dass bestimmte Szenen schnell vorbei sind. Das Buch wird in Zeitabschnitten mit Sprüngen von 8 Jahren erzählt. Es werden offene Enden produziert & diese werden später nicht oft aufgegriffen. Das ist kein Problem, es regt die eigene Phantasie an. Der Roman spielt in der Realität, greift aktuelle politische & gesellschaftliche Themen auf. Für mich ein Jahreshighlight 2026.