Triggerwarnung fehlt
Ich rede nicht lange rum: Zu Die Namen von Florence Knapp habe ich eine #unpopularopinion, das Buch hat mir gar nicht gefallen. Der Klappentext verspricht eine Geschichte, bei der der Name eines Jungen über sein ganzes Leben entscheidet. Das ist so auch vollkommen korrekt. Ich hätte mir diese Auswirkungen nur deutlich subtiler vorgestellt und auch literarisch anspruchsvoller. Stattdessen gelesen habe ich einen Familienroman in drei verschiedenen Varianten, langatmig trotz lediglich 350 Seiten.
Am spannendsten waren die Szenen, die gleichzeitig die schlimmsten waren und für die es meiner Meinung nach dringend einer Triggerwarnung bedurft hätte. Ich bin ja eigentlich kein Fan von ihnen, da sie häufig inflationär gebraucht werden und sich eben auch oft schon aus der Inhaltsbeschreibung ergeben. Doch das fehlt hier komplett: Wovon ich rede ist häusliche Gewalt. Und das nicht nur in Form von körperlicher Gewalt (was allein schon schlimm genug wäre), sondern von Unterdrückung in jeder Hinsicht: Cora hat kein eigenes Konto, ihre Verbindungen nach draußen werden langsam gekappt, sie hat keinen Hausschlüssel etc. Im Klappentext wird der Vater lediglich als „herrischer“ Mann beschrieben.
Ich finde das sehr, sehr schade, denn es gab kaum einen anderen Titel dieses Frühjahr, auf den ich mich so sehr gefreut habe, wie auf Die Namen.
Am spannendsten waren die Szenen, die gleichzeitig die schlimmsten waren und für die es meiner Meinung nach dringend einer Triggerwarnung bedurft hätte. Ich bin ja eigentlich kein Fan von ihnen, da sie häufig inflationär gebraucht werden und sich eben auch oft schon aus der Inhaltsbeschreibung ergeben. Doch das fehlt hier komplett: Wovon ich rede ist häusliche Gewalt. Und das nicht nur in Form von körperlicher Gewalt (was allein schon schlimm genug wäre), sondern von Unterdrückung in jeder Hinsicht: Cora hat kein eigenes Konto, ihre Verbindungen nach draußen werden langsam gekappt, sie hat keinen Hausschlüssel etc. Im Klappentext wird der Vater lediglich als „herrischer“ Mann beschrieben.
Ich finde das sehr, sehr schade, denn es gab kaum einen anderen Titel dieses Frühjahr, auf den ich mich so sehr gefreut habe, wie auf Die Namen.