Was wäre wenn

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leilalala Avatar

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Die Prämisse klang ehrlich gesagt fast etwas esoterisch: Was ändert allein der Name, der dir bei Geburt gegeben wird an deinem Leben.
Die Leseprobe überzeugte mich trotzdem aufgrund des schönen schlichten Stils von Autorin und Übersetzerin.
Aber viel erwartet habe ich nicht und dann wurde ich komplett überrumpelt und eingenommen von diesem Buch!
Denn es geht nicht um den Namen, sondern was mit diesem Akt der Selbstermächtigung seiner Mutter und Schwester in Gang gesetzt werden könnte. Wie ihr aller Leben und ihre Beziehungen zueinander sich danach ändern würden.
Dabei sind die 3 Stränge verwoben durch Nebencharaktere und reale Ereignisse. Die Autorin flicht diese so clever ein, dass man das Gefühl hat all diese Menschen und Leben existieren wirklich.
Ich war so gebannt, hab mitgefühlt, mitgelächelt und viel mitgelitten.
Die Autorin hat eine schöne Balance aus wirklich furchtbar grausamen und tragischen Handlungen und dann doch Momenten der Verbundenheit und Liebe gefunden.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich mir eine Triggerwarnung gewünscht hätte, da alle Stränge wirklich heftige und auch explizite Gewalt beinhalten.

Ansonsten bin ich hin und weg von dieser feministischen Perspektive auf eine Familie und ihre möglichen Werdegänge, voll gepackt mit klugen Beobachtungen und Realität.