Wenn man erst einmal einen Namen hat, ist es ganz egal, wie man heißt
Unser Name ist ein wichtiger Teil unserer Identität und zeigt uns wie wir uns selbst und von anderen wahrgenommen werden, daher ist er sehr prägend für unser Leben welchen Namen wir tragen. Studien zeigen welche Namen wo auftauchen, zum Beispiel gibt es an Universitäten wenig Sandy und Mandys, Kevin und Jason, dafür aber Franziska, Charlotte und bei den Herren Oliver, David, Andreas und so weiter. Auch bei Familiennamen öffnen bekannte Namen Türen, man ist das Kind von … ohne sich zunächst beweisen zu müssen. Ein Name der aus der Feder der Standesbeamtin fließt, wie fühlt er sich an und welchen Einfluss wird er haben. Bear, Julian oder Gordon Atkin, wie klingen diese Namen und welche Folgen werden sie im jeweiligen Leben haben. Das Buch beschreibt in drei Erzählsträngen verschiedene Lebenswege, die sich über die Kapitel hinweg entfalten. Der Schreibstil ist einfach, manchmal emotional fesselnd, allerdings fand ich die verschiedenen Perspektivwechsel zeitweise verwirrend. Die Autorin schafft es aber in jedem Abschnitt die genaue Dosis zu schreiben, das hält das Buch spannend, man möchte es gar nicht aus der Hand legen. Das Buch setzt sich auch mit der Auswirkung emotionaler Gewalt und patriarchischen Strukturen auseinander und sollte deswegen mit einer Triggerwarnung unterstützt werden. Fazit ein sehr gelungener Debütroman, der zum Nachdenken und reflektieren einlädt und ich freue mich jetzt schon auf eine weiteres Buch der Autorin, das Buch ist sehr gelungen und ich habe es sehr gerne gelesen. Liebe Grüße