Wie ein Name ein Leben beeinflussen kann
"Die Namen" von Florence Knapp, übersetzt von Lisa Kögeböhn, ist ein außergewöhnlicher Roman mit einer ebenso ungewöhnlichen Idee: Ausgehend von der scheinbar einfachen Entscheidung, wie ein Neugeborenes heißen soll, entfalten sich drei mögliche Lebenswege einer Mutter bzw. ihres Kindes. Jede Namenswahl eröffnet eine eigene Zeitlinie und damit ein anderes Leben.
Die Geschichte ist ruhig erzählt, dabei aber unglaublich intensiv. Besonders die Mutter hat mich von der ersten Seite an berührt. Ihre Verletzlichkeit, ihre Stärke und ihre inneren Konflikte wirken erschreckend echt. Themen wie Mutterschaft, Ehe, Abhängigkeit und Selbstbestimmung werden feinfühlig und ohne Beschönigung behandelt.
Die Erzählstruktur mit regelmäßigen Zeitsprüngen funktioniert erstaunlich gut. Obwohl man drei parallele Lebenswegen begleitet, konnte ich sehr gut folgen und wollte unbedingt wissen, wie sich jede Möglichkeit weiterentwickelt. Das Buch fordert Aufmerksamkeit und eignet sich weniger für schnelles Lesen nebenbei, vor allem weil ich einen easy read erwartet habe, die Story aber stellenweise wirklich hart ist. Sie belohnt dafür aber mit einer großen erzählerischen Tiefe.
Auch die Nebenfiguren, insbesondere die Kinder, sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Ihre Entwicklungen haben mich stellenweise sehr bewegt, manche Passagen gingen mir wirklich nahe.
Für mich ist dieses Buch ein echtes Jahreshighlight: eindringlich, klug konstruiert und emotional lange nachhallend. Eine wunderschöne und zugleich schmerzhafte Lektüre, die ich absolut weiterempfehle.
Hinweis: Das Buch enthält Darstellungen häuslicher Gewalt, die emotional sehr belastend sein können.
Die Geschichte ist ruhig erzählt, dabei aber unglaublich intensiv. Besonders die Mutter hat mich von der ersten Seite an berührt. Ihre Verletzlichkeit, ihre Stärke und ihre inneren Konflikte wirken erschreckend echt. Themen wie Mutterschaft, Ehe, Abhängigkeit und Selbstbestimmung werden feinfühlig und ohne Beschönigung behandelt.
Die Erzählstruktur mit regelmäßigen Zeitsprüngen funktioniert erstaunlich gut. Obwohl man drei parallele Lebenswegen begleitet, konnte ich sehr gut folgen und wollte unbedingt wissen, wie sich jede Möglichkeit weiterentwickelt. Das Buch fordert Aufmerksamkeit und eignet sich weniger für schnelles Lesen nebenbei, vor allem weil ich einen easy read erwartet habe, die Story aber stellenweise wirklich hart ist. Sie belohnt dafür aber mit einer großen erzählerischen Tiefe.
Auch die Nebenfiguren, insbesondere die Kinder, sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Ihre Entwicklungen haben mich stellenweise sehr bewegt, manche Passagen gingen mir wirklich nahe.
Für mich ist dieses Buch ein echtes Jahreshighlight: eindringlich, klug konstruiert und emotional lange nachhallend. Eine wunderschöne und zugleich schmerzhafte Lektüre, die ich absolut weiterempfehle.
Hinweis: Das Buch enthält Darstellungen häuslicher Gewalt, die emotional sehr belastend sein können.