Wie viel von unserem Leben ist vorbestimmt?

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raoulchagny Avatar

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Der Roman "Die Namen" von Florence Knapp wartet mit einer spannenden Prämisse auf: Nicht einmal, sondern dreimal in alternativen Verläufen erleben wir die Handlung des Romans des Romans und das Leben der Familienmitglieder über drei Jahrzehnte. Abhängig davon, ob der neugeborene Sohn "Gordon", "Bear" oder "Julian" heißt, entwickelt sich sein Leben und auch das seiner Familienmitglieder teils unterschiedlich und teils auch ähnlich. Knapp gelingt es dabei, die drei Handlungsverläufe gut unterscheidbar zu gestalten, sodass man gut den Überblick behält, was in welcher Version geschieht. Besonders spannend an diesem Roman sind die Fragen, die Knapp aufwirft: Wie viel von unserem Leben ist vorbestimmt? Welche Entscheidungen treffen wir und welche Entscheidungen sind schon durch unsere Eltern vorbestimmt? "Die Namen" regt zum Nachdenken über diese Fragen an und überzeugt zudem durch spannende Handlung und interessante Figuren.