Luft nach oben...
Die 26-jährige Quinn Le Blanc ist eine begabte Hochstaplerin, deren Spezialität es ist, ihre Opfer in kürzester Zeit um den Finger zu wickeln, ihr Vermögen zu rauben und dann spurlos zu verschwinden. Doch diesmal traut sie sich an einen ganz besonderen Coup heran: den Duke of Kendal, einen der begehrtesten Junggesellen der Londoner High Society. Doch die Dinge entwickeln sich nicht so einfach, wie geplant. Mal geht etwas schief, dann wieder stellt sie ihre eigenen Motive infrage, denn der Herzog erweist sich als weitaus vielschichtiger, als sie angenommen hatte. Am Ende wird sie selbst zum Spielball einer Intrige, was der Handlung ein zügiges Tempo und eine gewisse Spannung verleiht.
Alex Hay zeigt hier ein gewisses Talent für historische Atmosphäre. Mit einer gewissen Eleganz und Erzählfreude versetzt er die Leser:innen ins London des Jahres 1898 – zwischen prunkvolle Bälle, gesellschaftliche Intrigen und riskante Täuschungen. Sein Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich und trotz vereinzelter veralteter Begriffe nicht steif, sondern passend zur Epoche. Die detaillierten Beschreibungen regen die Fantasie an: Man sieht die opulenten Gewänder der Aristokratie, Quinns listige Tarnungen, die rauen Hände der Dienstboten und den Schmutz auf den Straßen – alles wirkt greifbar nah.
Auch optisch macht das Buch einiges her. Das dunkle Blau des Einbands mit dem goldenen Farbschnitt wirkt edel und auffällig. Dass beim Lesen ein wenig Gold an den Fingern haften bleibt, passt thematisch gut, als würde man selbst zu einem stillen Mitwisser ihres gewagten Plans.
Quinn ist zweifellos eine interessante Hauptfigur: klug, berechnend und nicht ohne Risikobereitschaft – und doch irgendwie sympathisch. Besonders ihre eigenen Zweifel und die Momente, in denen sie an ihre Grenzen stößt, verleihen der Handlung eine gewisse Tiefe. Auch die Nebenfiguren, insbesondere Lady Kendal, sind recht vielschichtig angelegt.
„Die Queen von Mayfair“ ist mehr als nur ein klassischer historischer Roman. Es ist ein cleveres Katz-und-Maus-Spiel mit Täuschungen, Intrigen und einigen überraschenden Wendungen, das mit einer gewissen Eleganz und Spannung bis zum Schluss unterhält. Ein Roman, der verdeutlicht, dass die gefährlichsten Spiele sich oft hinter höflichen Fassaden abspielen – auch wenn die Umsetzung hier und da noch etwas Luft nach oben lässt.
Alex Hay zeigt hier ein gewisses Talent für historische Atmosphäre. Mit einer gewissen Eleganz und Erzählfreude versetzt er die Leser:innen ins London des Jahres 1898 – zwischen prunkvolle Bälle, gesellschaftliche Intrigen und riskante Täuschungen. Sein Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich und trotz vereinzelter veralteter Begriffe nicht steif, sondern passend zur Epoche. Die detaillierten Beschreibungen regen die Fantasie an: Man sieht die opulenten Gewänder der Aristokratie, Quinns listige Tarnungen, die rauen Hände der Dienstboten und den Schmutz auf den Straßen – alles wirkt greifbar nah.
Auch optisch macht das Buch einiges her. Das dunkle Blau des Einbands mit dem goldenen Farbschnitt wirkt edel und auffällig. Dass beim Lesen ein wenig Gold an den Fingern haften bleibt, passt thematisch gut, als würde man selbst zu einem stillen Mitwisser ihres gewagten Plans.
Quinn ist zweifellos eine interessante Hauptfigur: klug, berechnend und nicht ohne Risikobereitschaft – und doch irgendwie sympathisch. Besonders ihre eigenen Zweifel und die Momente, in denen sie an ihre Grenzen stößt, verleihen der Handlung eine gewisse Tiefe. Auch die Nebenfiguren, insbesondere Lady Kendal, sind recht vielschichtig angelegt.
„Die Queen von Mayfair“ ist mehr als nur ein klassischer historischer Roman. Es ist ein cleveres Katz-und-Maus-Spiel mit Täuschungen, Intrigen und einigen überraschenden Wendungen, das mit einer gewissen Eleganz und Spannung bis zum Schluss unterhält. Ein Roman, der verdeutlicht, dass die gefährlichsten Spiele sich oft hinter höflichen Fassaden abspielen – auch wenn die Umsetzung hier und da noch etwas Luft nach oben lässt.