Mehr Bauchgefühl als roter Faden: Ein sprunghafter Coup
Bridgerton meets The Clou – so wird Die Queen von Mayfair beworben und das ist auch absolut zutreffend.
Im tollen viktorianischen Setting folgen wir Quinn dabei, wie sie den größten Coup der letzten Jahre durchführt und sich dabei im Vorbeigehen einen Duke angelt.
Quinn ist dabei als Queen of Fives die Königin einer – nunmehr zugegebenermaßen – zusammenbrechenden Betrügerbande, die in einstigen Zeiten große Spiele nach strengen Regeln spielte, um sich und ihre Mitglieder über Wasser zu halten.
Der Anfang des Buches ist verwirrend. Man steigt direkt vor dem Heist in die Geschichte ein und bekommt erst nach und nach mit, welche Vorbereitungen dafür getroffen wurden. Die Frist mit den fünf Tagen erscheint im Laufe der Geschichte auch immer willkürlicher und führt am Ende natürlich zu einigen Problemen. Der Plan an sich kam mir auch ziemlich an den Haaren herbei gezogen vor. Von der Etablierung einer komplett erfundenen Persönlichkeit bis zu einem Heiratsantrag inkl. Hochzeit in nur fünf Tagen erscheint mir das auch in einem nicht-betrügerischen Setting viel zu ambitioniert. Und hier muss Quinn noch gegen Widrigkeiten bestehen.
Leider bekommen wir auch weder von Quinn noch von den anderen Charakteren viel von ihnen mit. Sie sind das ganze Buch über relativ farblos und besonders Quinns Motivation wird nicht so recht klar. Auch bei der Liebesgeschichte mit dem Duke kommen keinerlei Gefühle der Charaktere rüber.
Aufmerksamen Lesenden wird dagegen schon gleich zu Beginn klar, wer der ominöse Gegenspieler der Queen sein wird. Das hat mich das ganze Buch über verwirrt.
Der Schreibstil ist sehr sprunghaft nicht kohärent, das hat leider meinen Lesespaß etwas getrübt.
In der Nachbemerkung des Autor schreibt er selbst, dass ihm seine Figuren anfangs leblos vorkamen. Leider muss ich dazu sagen, dass das auch in der finalen Fassung nicht vollkommen ausgemerzt wurde.
Weiter schreibt er, dass er diese Geschichte eher nach Gefühl geschrieben hat und das glaube ich ihm sofort. Dafür spricht auf jeden Fall der für mich sprunghafte Schreibstil.
Ich hatte große Erwartungen an das Buch, da es von einem schwulen Autor geschrieben wurde, der über weibliche Macht schreiben möchte. Das gelingt ihm aber leider nur so mittelgut.
Gut gefallen haben mir dagegen der britische Humor, der wirklich sehr gut rübergekommen ist und die ganzen Ort, die auch in Good Omens vorkommen. Ob das nun Zufall oder gewollt ist, lässt sich von mir nicht abschließend beurteilen.
Wer also Lust auf das Setting hat und Heist-Geschichten mag, bekommt hier auf jeden Fall kurzweilige Unterhaltung, die man schnell gelesen und ebenso schnell wieder vergessen hat.
Im tollen viktorianischen Setting folgen wir Quinn dabei, wie sie den größten Coup der letzten Jahre durchführt und sich dabei im Vorbeigehen einen Duke angelt.
Quinn ist dabei als Queen of Fives die Königin einer – nunmehr zugegebenermaßen – zusammenbrechenden Betrügerbande, die in einstigen Zeiten große Spiele nach strengen Regeln spielte, um sich und ihre Mitglieder über Wasser zu halten.
Der Anfang des Buches ist verwirrend. Man steigt direkt vor dem Heist in die Geschichte ein und bekommt erst nach und nach mit, welche Vorbereitungen dafür getroffen wurden. Die Frist mit den fünf Tagen erscheint im Laufe der Geschichte auch immer willkürlicher und führt am Ende natürlich zu einigen Problemen. Der Plan an sich kam mir auch ziemlich an den Haaren herbei gezogen vor. Von der Etablierung einer komplett erfundenen Persönlichkeit bis zu einem Heiratsantrag inkl. Hochzeit in nur fünf Tagen erscheint mir das auch in einem nicht-betrügerischen Setting viel zu ambitioniert. Und hier muss Quinn noch gegen Widrigkeiten bestehen.
Leider bekommen wir auch weder von Quinn noch von den anderen Charakteren viel von ihnen mit. Sie sind das ganze Buch über relativ farblos und besonders Quinns Motivation wird nicht so recht klar. Auch bei der Liebesgeschichte mit dem Duke kommen keinerlei Gefühle der Charaktere rüber.
Aufmerksamen Lesenden wird dagegen schon gleich zu Beginn klar, wer der ominöse Gegenspieler der Queen sein wird. Das hat mich das ganze Buch über verwirrt.
Der Schreibstil ist sehr sprunghaft nicht kohärent, das hat leider meinen Lesespaß etwas getrübt.
In der Nachbemerkung des Autor schreibt er selbst, dass ihm seine Figuren anfangs leblos vorkamen. Leider muss ich dazu sagen, dass das auch in der finalen Fassung nicht vollkommen ausgemerzt wurde.
Weiter schreibt er, dass er diese Geschichte eher nach Gefühl geschrieben hat und das glaube ich ihm sofort. Dafür spricht auf jeden Fall der für mich sprunghafte Schreibstil.
Ich hatte große Erwartungen an das Buch, da es von einem schwulen Autor geschrieben wurde, der über weibliche Macht schreiben möchte. Das gelingt ihm aber leider nur so mittelgut.
Gut gefallen haben mir dagegen der britische Humor, der wirklich sehr gut rübergekommen ist und die ganzen Ort, die auch in Good Omens vorkommen. Ob das nun Zufall oder gewollt ist, lässt sich von mir nicht abschließend beurteilen.
Wer also Lust auf das Setting hat und Heist-Geschichten mag, bekommt hier auf jeden Fall kurzweilige Unterhaltung, die man schnell gelesen und ebenso schnell wieder vergessen hat.