Quinns Plan
Ein gewagter Plan. Fünf Tage Zeit. Ob Quinn Le Blanc bei ihrer Mission Erfolg haben wird, kann ich in „Die Königin von Mayfair“ verfolgen.
London im Jahr 1898. Die Arme Betrügerin Quinn, in der Unterwelt bekannt als „Queen of Mayfair“, möchte sich als reiche Erbin ausgeben und den begehrten Duke of Kendal für sich gewinnen. Das heißt Abendveranstaltungen, Glanz und teure Kleider für Quinn. Gelingt ihr Plan oder pokert sie zu hoch?
Ich habe bereits im Studium ein Faible für das viktorianische England und seine Literatur entwickelt. Austen, die Brontë Schwestern und Dickens konnten mir damals in ihren Werken einen guten Eindruck der Gesellschaft vermitteln. Mit diesem Hintergrundwissen ausgestattet freue ich mich auf ein Gegenwärtiges Werk über die damalige Zeit.
Die von Alex Hay genutzte Sprache entspricht absolut der damaligen Zeit. Es geht um Rang und Ehre, um Standeswidrigkeiten und Armut, um Betrüger wie Oliver Twist ebenso wie um die Adeligen. Welten klaffen aufeinander- was Hay sprachlich super umsetzt. Die Betrüger untereinander reden anders als zum Beispiel die Ladys und das Personal. Hier hat Hay einen guten Weg gefunden, Gesellschaft und Einwohner sprachlich darzustellen.
Ein weiterer Aspekt sind die Charaktere. Vielseitig und unterschiedlich nehme ich die beschriebenen Personen wahr. So tut sich Quinn mit den Dienstmädchen anfangs schwer, während geborene Adelige sich daran gewöhnt haben. Doch Quinn ist nicht nur eine gute Betrügerin- sie passt sich ihrer Rolle an und sucht gezielt Verbündete. Zur damaligen Zeit ging es anderen Personen nachweislich ähnlich (zum Beispiel wenn ein Onkel eine Waise zu sich holt). Daher ist die Charakterdarstellung sehr gut gelungen.
Ähnliches gilt für die Thematik. Bälle, Klassenunterschiede, Erbe und auch Armut und Betrug waren damals typische Themen. Diese wurden vom Autor geschickt und authentisch umgesetzt, inklusive zeitgemäßer Darstellung von London. Daher war der Roman ein echter Lesegenuss für mich.
Ein Aspekt hat das Vergnügen allerdings eingeschränkt. Es waren sehr viele Zwischenfälle und Intrigen, sodass die Hauptstory teils in den Hintergrund rückte. Ich, die sehr an Quinns Geschichte interessiert ist, hätte das nicht gebraucht und empfand es teils gar störend. Daher gebe ich den Roman vier Sterne.
London im Jahr 1898. Die Arme Betrügerin Quinn, in der Unterwelt bekannt als „Queen of Mayfair“, möchte sich als reiche Erbin ausgeben und den begehrten Duke of Kendal für sich gewinnen. Das heißt Abendveranstaltungen, Glanz und teure Kleider für Quinn. Gelingt ihr Plan oder pokert sie zu hoch?
Ich habe bereits im Studium ein Faible für das viktorianische England und seine Literatur entwickelt. Austen, die Brontë Schwestern und Dickens konnten mir damals in ihren Werken einen guten Eindruck der Gesellschaft vermitteln. Mit diesem Hintergrundwissen ausgestattet freue ich mich auf ein Gegenwärtiges Werk über die damalige Zeit.
Die von Alex Hay genutzte Sprache entspricht absolut der damaligen Zeit. Es geht um Rang und Ehre, um Standeswidrigkeiten und Armut, um Betrüger wie Oliver Twist ebenso wie um die Adeligen. Welten klaffen aufeinander- was Hay sprachlich super umsetzt. Die Betrüger untereinander reden anders als zum Beispiel die Ladys und das Personal. Hier hat Hay einen guten Weg gefunden, Gesellschaft und Einwohner sprachlich darzustellen.
Ein weiterer Aspekt sind die Charaktere. Vielseitig und unterschiedlich nehme ich die beschriebenen Personen wahr. So tut sich Quinn mit den Dienstmädchen anfangs schwer, während geborene Adelige sich daran gewöhnt haben. Doch Quinn ist nicht nur eine gute Betrügerin- sie passt sich ihrer Rolle an und sucht gezielt Verbündete. Zur damaligen Zeit ging es anderen Personen nachweislich ähnlich (zum Beispiel wenn ein Onkel eine Waise zu sich holt). Daher ist die Charakterdarstellung sehr gut gelungen.
Ähnliches gilt für die Thematik. Bälle, Klassenunterschiede, Erbe und auch Armut und Betrug waren damals typische Themen. Diese wurden vom Autor geschickt und authentisch umgesetzt, inklusive zeitgemäßer Darstellung von London. Daher war der Roman ein echter Lesegenuss für mich.
Ein Aspekt hat das Vergnügen allerdings eingeschränkt. Es waren sehr viele Zwischenfälle und Intrigen, sodass die Hauptstory teils in den Hintergrund rückte. Ich, die sehr an Quinns Geschichte interessiert ist, hätte das nicht gebraucht und empfand es teils gar störend. Daher gebe ich den Roman vier Sterne.