Raffiniertes Verwirrspiel mit kleinen Längen

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julchentim Avatar

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Die Queen von Mayfair hat mich nach einem etwas ruhigen Einstieg immer mehr in ihren Bann gezogen. Anfangs brauchte ich etwas Zeit, um in die Geschichte und die verschiedenen Figuren hineinzufinden, doch je weiter die Handlung voranschritt, desto schwerer fiel es mir, das Buch aus der Hand zu legen.

Besonders gut gefallen hat mir dann das Spiel aus Täuschungen, Geheimnissen und überraschenden Wendungen. Ständig hatte ich das Gefühl, dass niemand wirklich der ist, für den man ihn hält. Genau das hat die Geschichte so unterhaltsam gemacht. Die Atmosphäre des viktorianischen Londons passt perfekt zu den Intrigen und sorgt für eine besondere Stimmung.

Quinn ist eine spannende Hauptfigur. Selbst wenn ihre Methoden alles andere als ehrenhaft sind, wollte ich unbedingt wissen, ob ihr Plan aufgeht. Auch die Nebenfiguren haben der Geschichte zusätzliche Tiefe gegeben.

Der Schluss konnte mich nicht ganz so überzeugen wie der Weg dorthin. Einige Entwicklungen wirkten etwas zu schnell abgehandelt. Trotzdem bleibt ein sehr unterhaltsamer historischer Roman voller Täuschungen, Risiken und überraschender Enthüllungen.