Death-Week statt Geburtstagswoche, na herzlichen Glückwunsch!

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blocksbersch Avatar

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40 werden? Nein danke, aber eine R.I.P.-Party muss schon drin sein!

Also, diese Idee muss man erst einmal haben. Was wäre, wenn der 40. Geburtstag gleichzeitig der letzte Geburtstag wäre? Kein Ruhestand, keine Midlife-Crisis, keine große Geburtstagstorte mit zu vielen Kerzen, sondern die eigene Beerdigung fest im Kalender. Willkommen in Chanells Welt!

Ich muss gestehen, dass mich dieses Szenario sofort neugierig gemacht hat. Eine Gesellschaft, in der der Tod mit 40 zum ganz normalen Alltag gehört, inklusive Death-Week, Sterbekasse und Sonderangeboten für die letzten Besitztümer. Makaber? Absolut! Aber irgendwie auch herrlich skurril. Und dann gibt es noch Happy-End-Planerinnen, die sich um die perfekte Abschiedsfeier kümmern. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder lieber schon mal meine eigene Gästeliste überprüfen soll.

Chanell erzählt das Ganze mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor, Selbstironie und einer ziemlich frechen Klappe. Ihre Kommentare haben mich mehrfach schmunzeln lassen. Gleichzeitig merkt man aber schnell, dass hinter den lockeren Sprüchen eine Menge Traurigkeit steckt. Viele Menschen, die ihr wichtig waren, sind bereits tot. Ihre Cousine Rachel ist einer der letzten Menschen, zu denen sie noch eine echte Verbindung hat. Und plötzlich bekommt diese ziemlich verrückte Geschichte eine ganz andere Seite.

Besonders spannend finde ich, dass die Geschichte trotz ihrer absurden Grundidee durchaus ernsthafte Fragen aufwirft. Was macht ein Leben eigentlich lebenswert? Was würde man mit seiner verbleibenden Zeit anfangen? Und was bleibt von einem Menschen, wenn irgendwann alles auf den Abschied ausgerichtet ist?

Die Leseprobe hat mir jedenfalls richtig gut gefallen. Ich mag solche ungewöhnlichen Ideen, die sich nicht unbedingt in eine Schublade stecken lassen. Und wenn dann noch schwarzer Humor, ein bisschen Wahnsinn und unerwartet nachdenkliche Momente dazukommen, bin ich durchaus zu haben.

Jetzt möchte ich natürlich wissen, ob Chanells letzte Woche tatsächlich so abläuft, wie sie sich das vorgestellt hat. Denn mal ehrlich, bei diesem Buch habe ich das Gefühl, dass noch einiges schiefgehen könnte. Und irgendwie hoffe ich genau darauf!