Mit 40 ist Schluss? Da wäre ich ja schon überfällig!

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emi1984 Avatar

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Bei diesem Buch musste ich tatsächlich erst einmal schlucken. Ich bin 41 und wäre in dieser Welt also schon seit einem Jahr nicht mehr am Leben. Allein dieser Gedanke ist ziemlich erschreckend. Wenn ich überlege, was ich noch alles erleben möchte, wie meine Kinder aufwachsen und welche Pläne ich selbst noch habe, wären 40 Jahre für mich unvorstellbar wenig.

Gleichzeitig finde ich die Idee, aus dem eigenen Tod eine perfekt organisierte Party zu machen, absurd. Eine Happy-End-Planerin, eine völlig überfüllte To-do-Liste und dann auch noch Stress, weil man rechtzeitig mit seinem Leben abschließen soll. Das klingt nach einer ziemlich bösen Abrechnung mit unserer Gesellschaft, in der inzwischen für fast alles eine Dienstleistung angeboten wird.

Besonders neugierig macht mich, dass Chanell sich ausgerechnet kurz vor ihrem festgelegten Tod noch einmal verliebt. Was macht man mit solchen Gefühlen, wenn man weiß, dass einem nur noch wenige Tage bleiben? Und würde man sich wirklich einfach damit abfinden, dass ein Gesetz bestimmt, wann das eigene Leben vorbei ist?

Ich mag Geschichten, die ungewöhnliche Ideen aufgreifen und einen gleichzeitig zum Lachen und Nachdenken bringen. Der rabenschwarze Humor könnte hier genau meinen Geschmack treffen. Vor allem bin ich gespannt, ob Chanell ihre letzten Tage tatsächlich damit verbringt, ihren Abschied zu organisieren, oder ob sie irgendwann beschließt, dass sie mit 40 noch lange nicht fertig ist.