Mitreißend traurig mit Witz

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ladytiga Avatar

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Die Idee des Buches fand ich von Anfang an irgendwie witzig und auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Dazu wirkt das Cover schön frisch und überhaupt nicht düster, was ich bei dem Thema eigentlich ganz interessant finde.

Beim Lesen merkt man dann aber schnell, dass hinter der ungewöhnlichen Idee auch eine traurige Seite steckt. Chanell steht kurz vor ihrem 40. Geburtstag und damit vor ihrem festgelegten Todestag. Sie blickt auf ihr bisheriges Leben zurück und stellt fest, dass sie eigentlich noch gar nicht viel erlebt hat. Sie ist kaum gereist, hatte nur wenige Hobbys und auch keine aktuell feste Beziehung. Nun macht sie sich Gedanken darüber, was sie vielleicht verpasst hat und ob ihr Leben mit einem Kind anders verlaufen wäre. Dazu kommt, dass sie ihre Eltern früh verloren hat und teilweise im Heim aufgewachsen ist. Das hat mich beim Lesen schon ein wenig traurig gemacht.

Etwas lockerer wird es dann wieder, als Chanell beginnt, ihre Abschiedsparty zu planen und dafür offenbar auch einiges an Geld ausgeben möchte. Schließlich soll es ihr letzter großer Tag werden. Umso trauriger fand ich es, dass auch ihr geplanter Roadtrip mit ihrer Cousine nicht wie gedacht stattfinden kann, weil diese krank wird. Da zieht es einen schon ein bisschen mit, wenn selbst dieser letzte Wunsch nicht einfach in Erfüllung geht.

Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Der Anfang macht auf jeden Fall neugierig, und ich frage mich, ob sich am Ende alles um Chanells letzte Tage drehen wird oder ob noch ganz andere Dinge passieren. Auch die Frage, was nach dem Tod kommt und ob Chanell tatsächlich sterben wird, beschäftigt mich. Ich bin jedenfalls gespannt, wohin die Geschichte noch führt.