Da passt nichts zusammen
Ich hatte große Schwierigkeiten mit den ersten Seiten dieses Krimis: Weihnachten in Japan – ist das dort wirklich ein Thema? Die japanischen Vornamen verraten mir nicht wie sonst üblich das Geschlecht – das verwirrt. Nachnamen werden überhaupt keine genannt. Japanische Ausdrücke wie „sempai“, „kun“ oder „izakaya“ werden gebraucht, aber nicht erklärt – selbst durch den Kontext fand ich es bei einigen Begriffen schwer bis unmöglich zu erraten, was sie bedeuten. Und dann das schwere Schicksal von Kaede, die durch einen Stalker (?!) und Krebs Mutter und Vater verloren hat, was in zwei Absätzen kurz skizziert wird – das löst bei mir nichts aus, weder Sympathie noch Empathie. Die Dialoge kommen mir so wenig lebensecht vor, dass es schon grotesk wirkt – oder reden Leute in Japan wirklich so? Sagt ein älterer Polizist zu einem jüngeren in Anwesenheit von Zivilisten: „Nun heul doch nicht, du Vollidiot!“? Ich hoffe nicht. Da dies schon der zweite Band einer Trilogie ist, bin ich erleichtert, dass ich keins der drei lesen musste. Ein klares: nein, danke!