Behutsam, Generationsübergreifend, Spannend
Wir tauchen ein in die japanische Welt von Kaede und ihrem Großvater. Ihr Großvater leidet an einer speziellen Form von Alzheimer. Immer wieder befindet es sich in einer Traumwelt, die sehr wirr ist und oft in die Vergangenheit führt. In anderen Phasen hingehen ist es sehr klar bei Verstand. In diesen Phasen lösen sie zusammen mysteriös erscheinende Rätsel und Kriminalfälle. Diese sind sowohl aktuelle als auch weiter zurückliegende Begebenheiten. Kaede schildert die Fakten, die jeweils keinen richtigen Sinn ergeben und dann werden diese Stück für Stück zusammen gepuzzelt, so dass sie auf eine oder mehrere sehr logische Schlussfolgerungen hinauslaufen. Das ist wirklich faszinierend. Beeindruckend ist der empathische Umgang mit der Krankheit, die man sicher nur sehr selten in Pflegeheimen antrifft und beispielgebend sein sollte, da sie die Würde des Großvaters schützt. Hier wird nicht bevormundet. Daher ein gelungener Roman für jung und alt.