erfolgreiche Fortsetzung

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In Himonya im Tokioter Stadtbezirk Meguro, erwartet der Großvater seine Enkeltochter Kaede zum wöchentlichen Besuch der dieses Mal auf den Heiligabend fällt. Kaede kann auch passend zu diesem Tag mit einem Rätsel aufwarten, das sie schon mit ihren beiden Freunden und heimlichen Verehrern Iwata und Schiki versucht hat zu lösen. Iwata hat Kaede und Schiki eine Kindheitserinnerung anvertraut die ihn immer noch ein bisschen verstört, denn vor seinen Augen hat sich der Weihnachtsmann in Luft aufgelöst. Wie kann das sein? Da die Grundschullehrerin und der Leiter einer Schauspieltruppe nicht weiter kommen ist nun Fensterputz-sensei, der Experte mit seinem immensen Wissen um die klassische Kriminalliteratur dran.

Die Abenteuer von Kaede und ihrem an einer besonderen Form der Demenz erkrankten Großvater gehen in eine neue Runde. Im zweiten Teil von Konishis Triologie steht der Altmeister des Mysteriösen, Alfred Hitchcock im Fokus der fünf Episoden. Neben den Akteuren aus dem ersten Teil gesellt sich jetzt noch ein ehemaliger Schüler des Meisterdetektivs dazu. Zusammen versuchen sie die Geheimnisse in ihrem Leben zu lüften.
Die Rätsel meines Großvaters schließen, nicht nur optisch, nahtlos an den Vorgänger an. Es ist für mich faszinierend etwas über die japanische Kultur zu erfahren. Der Respekt für- und untereinander ist beeindruckend, jedoch auch von einer leichten Distanz geprägt. Ich bin den Protagonisten gerne durch ihre Geschichten gefolgt, habe mitgerätselt und war, trotzdem ich mich auch als Kennerin von Detektivgeschichten bezeichnen würde, dass ein oder andere Mal überrascht. So etwas macht eine gute Geschichte aus. Mit einer Leichtigkeit verbindet der Autor die spannenden Fälle immer wieder mit den Auswirkungen der Erkrankung des Großvaters, ohne dass es aufgesetzt, überladen oder pessimistisch wirkt
Masateru Konishi gelingt hier eine erfolgreiche Fortsetzung die ich sehr gerne gelesen habe.