Gelungene Fortsetzung

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Der ruhig geschriebene japanische Roman "Die Rätsel meines Großvaters" ist der Nachfolgeband von " Die Bibliothek meines Großvaters " und kann gut gelesen werden ohne das Vorgängerbuch zu kennen. Die Hauptpersonen sind Kaede und ihr Großvater, bei dem sie nach dem Tod ihrer Eltern ( die Mutter wurde ermordet, der Vater ist an Krebs verstorben) aufgewachsen ist. Kaedes Großvater hatwar Leiter an einer Schule und hat seine Enkelin an Literatur, insbesondere Kriminalromane herangeführt. Nun ist er leider an einer seltenen Form von Demenz erkrankt, die Halluzinatioen erzeugt. Durch diese Halluzunationen ist sein Verstand zwischenzeitlich sehr klar, so dass er zusammen mit Kaede Rätsel aus ihrem Alltag oder dem Alltag ihrer Freunde mit klarem Verstand lösen kann. Neben den Rätseln spielen auch Kaedes Freunde in der Geschichte eine Rolle. Sie treffen sich alle und knobeln mit an den Rätseln. Die Autorin schreibt ihre Geschichte entspannt und gelassen, so dass ich zeitweise ein gewisses Spannungsniveau vermisst habe. Trotzdessen hat mir der Roman gut gefallen, da er warmherzig und gefühlvoll geschrieben ist.