Japanflair und Krimi

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duckyputz Avatar

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Im Zentrum dieses zweiten Bandes steht wieder Kaede, die gemeinsam mit ihrem Großvater rätselhafte Vorfälle in ihrem Umfeld untersucht. Die einzelnen Episoden wirken zunächst lose, hängen aber nach und nach zusammen. Viele Lösungen ergeben sich aus klassischen Krimis, die die beiden kennen, und werden in Gesprächen im Haus des Großvaters entwickelt. Das Buch liest sich sehr flüssig und ist klar strukturiert, weil jedes Kapitel einen eigenen „Fall“ bietet. Gleichzeitig ziehen sich mehrere Handlungsstränge durch die Geschichte, was für zusätzliche Spannung sorgt. Die Verknüpfung von alltäglichen Ereignissen mit Motiven aus bekannten Krimis ist originell und zeigt, wie durchdacht der Aufbau ist.
Weniger überzeugend ist, dass die Auflösungen manchmal etwas konstruiert wirken, besonders wenn man die zitierten Klassiker nicht kennt. Einige Zusammenhänge erschließen sich dann nicht ganz so leicht. Auch die episodische Struktur kann dazu führen, dass einzelne Fälle weniger nachwirken. Stark ist dagegen die Atmosphäre. Die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater ist ruhig und glaubwürdig erzählt, gerade im Umgang mit seiner Demenz. Die Szenen im Haus haben eine eigene, fast abgeschlossene Stimmung. Auch die Nebenfiguren fügen sich gut ein und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe. Insgesamt ein ruhiger, eigenständiger Krimiroman mit viel Gefühl für Figuren und Struktur, der sich angenehm liest, auch wenn nicht jede Auflösung gleich überzeugt.