Ruhiger Wohlfühlkrimi mit viel Herz und Tiefgang

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sechmet Avatar

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Auch im zweiten Band der Reihe von Masateru Konishi begleiten wir Kaede und ihren an Demenz erkrankten Großvater, der trotz seiner Krankheit immer wieder mit einer beeindruckenden Kombinationsgabe bei der Lösung verschiedener Kriminalfälle bzw. Rätsel hilft. Und dann ist da noch das eigene Trauma, dass Kaede zu überwinden hofft.

Wie schon im ersten Band hat mir auch diesmal die Mischung aus Roman und Krimi sehr gut gefallen. Mit seinem angenehmen und ruhigen Schreibstil sorgt Masateru Konishi dafür, dass sich dieses Buch sehr entspannt lesen lässt und dabei eine gemütliche Atmosphäre entsteht. Genau dadurch hebt sich dieser Roman von den klassischen, actionreichen Krimis ab.

Auch die Figuren bekommen genügend Raum, sich weiterzuentwickeln. Dazu zählen nicht nur die Figuren, die wir bereits aus dem ersten Band kennen. Auch den neu eingeführten Figuren wird entsprechend Raum gegeben. Die Demenzerkrankung des Großvaters ist dabei stets präsent und verleiht der Geschichte eine zusätzliche emotionale Ebene.

Es gab diese Momente, wo ich mir etwas mehr Spannung und Tempo gewünscht hätte, dennoch hat mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten. Wer ruhige Krimigeschichten mit viel Atmosphäre und Charakterentwicklung mag, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Um die Beziehungen zwischen den Figuren und auch Teile des Handlungsstranges besser verstehen zu können, empfehle ich unbedingt mit dem ersten Band der Reihe zu beginnen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil.