Was geschah damals am Wasser

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dottoressa Avatar

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Ein regnerischer Morgen am Mälarensee, eine Frau, die sich nach einem schweren Verlust zum ersten Mal wieder ins Wasser wagt – schon der Prolog hat eine eigentümliche Spannung. Danach lernen wir Judith kennen, die nach dem überraschenden Ende ihrer Ehe aus Hamburg nach Schweden flieht. Dort kehrt sie an den Ort ihrer Kindheit zurück, mit dem schöne Sommer, eine zerbrochene Freundschaft und offenbar auch ein lange verdrängtes Unglück verbunden sind.
Die schwedische Landschaft ist so atmosphärisch beschrieben, dass man den See beinahe riechen kann. Gleichzeitig werden früh Fragen aufgeworfen: Was geschah damals am Wasser? Warum zerbrach Judiths Freundschaft mit Evi? Und welche Rolle spielt Marga, die an Regentagen allein im See schwimmt und um ihre Familie trauert?

Der Einstieg liest sich ruhig, aber keineswegs ereignislos. Unter der idyllischen Oberfläche liegt von Anfang an etwas Bedrohliches. Genau diese Mischung aus Familiendrama, alten Geheimnissen und Schwedenkulisse macht mir Lust, weiterzulesen.