Berührender Roman über Freundschaft und Verlust

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werner1966 Avatar

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Mit „Die Regenschwimmerin“ gelingt Romy Fölck ein wunderbar feinfühliger und bildstarker Roman über Lebenskrisen, alte Verbindungen und die heilsame Kraft von Neuanfängen.

Nachdem ihr Mann sie nach fast zwanzig Jahren Ehe verlassen hat, bricht die Protagonistin Judith spontan von Hamburg auf und reist nach Schweden – zurück auf eine Insel bei Stockholm, die den Sehnsuchtsort ihrer Kindheit darstellt. Dort, im kleinen roten Gästehaus, hofft sie zur Ruhe zu kommen. Doch auf der Insel trifft sie unerwartet auf Evi, eine Jugendfreundin, mit der sie einst ein schwerer Streit entzweit hat. Zusammen mit der zurückgezogen lebenden Marga, die unbeirrt bei jedem Wetter im See ihre Bahnen zieht, entfaltet sich eine tiefgründige Geschichte über drei starke Frauen.

Romy Fölck zeichnet ihre Figuren mit großer Empathie und feinem Gespür für Zwischentöne. Besonders beeindruckend ist die dichte, ruhige Atmosphäre: Die schwedische Natur und die Insel-Kulisse werden fast selbst zu spürbaren Elementen der Handlung. Die Generationen und Schicksale der Frauen sind behutsam miteinander verwebt, und die schrittweise Annäherung der beiden entfremdeten Freundinnen berührt zutiefst.

Ein wunderbar warmherziger, atmosphärischer Roman über Vergebung, zweite Chancen und den Mut, dem eigenen Herzen zu folgen. Absolute Leseempfehlung!