Freundschaft und Neuanfang in Schweden – wunderbar!

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Ich finde das Cover von „Die Regenschwimmerin“ von Romy Fölck wunderschön und genieße es sehr, dass es mich sofort nach Schweden mitnimmt, wo dieser Roman auch spielt. Das Bild strahlt meinem Empfinden nach eine ganz besondere Atmosphäre aus und ich finde, dass auch die Kombination mit Titel und Autorinnenname wunderbar gelungen ist.

In diesem dritten Roman erzählt Romy Fölck die Geschichte von drei Frauen, die sich auf einer kleinen Insel bei Stockholm wieder begegnen. Judith will dort nach dem Scheitern ihrer Ehe zur Ruhe kommen und ihr Leben neu ordnen, während Evi mit einer Taubheit in ihren Fingern kämpft, die ihr Leben als Künstlerin bedroht. Als Jugendliche waren die Beiden beste Freundinnen, hatten sich jedoch zerstritten und fühlen dennoch ihre alte Verbundenheit, als sie sich nun nach langer Zeit wieder sehen. Zudem treffen sie auf Marga, die Waldfrau der Insel, die nur bei Regen im See schwimmt und die den Frauen vorlebt, dass es sich immer lohnt für ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen – und für die Freundschaft.

Ich kenne bereits den ersten Roman der Autorin und habe mich sehr auf dieses neue Buch gefreut, das mich nun auch wirklich sehr begeistert hat. Romy Fölcks Art zu erzählen gefällt mir ausgesprochen gut und es fasziniert mich vor allem, wie sehr es ihr gelingt mich in die Buchwelt hineinzuziehen und mich mitfühlen zu lassen. Ich bin regelrecht durch die Seiten geglitten und wollte gar nicht mehr auftauchen aus dem Geschehen. Die Autorin baut die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven auf und lässt uns LeserInnen diese aus der Sicht von Marga, Evi und Judith erleben. Durch diese Wechsel können wir ganz nah am Geschehen, erst recht aber an den Gefühlen der Protagonistinnen bleiben und das mochte ich sehr. Zudem erzeugen sie eine zusätzliche Spannung, die die Geschichte im positiven Sinne weiter treibt und die mich noch mehr dazu verleitet hat, immer weiter lesen zu wollen.

Neben den intensiven Gefühlen, die ich in der Geschichte miterleben durfte, haben mich auch die atmosphärischen Beschreibungen der Umgebung und der Stimmungen begeistert. Sie haben mich mitgenommen auf diese schwedische Insel und einen ganz eigenen Kosmos der ProtagonistInnen heraufbeschworen, in dem ich mich sehr wohl gefühlt habe. Die Charaktere erscheinen mir authentisch und lebensnah mit all ihren Brüchen, Unsicherheiten und Problemen, aber auch mit ihren Hoffnungen, Sehnsüchten und Glücksmomenten.

„Die Regenschwimmerin“ ist für mich eine rundum stimmige Geschichte, die authentische Emotionen und die Höhen und Tiefen des Lebens einfängt. Es geht um Freundschaft, Selbstbestimmung, Trauer und Verlust, die Macht der Erinnerungen und verschiedene Lebensentwürfe, sowie den Mut, nach Niederschlägen aufzustehen und neu zu beginnen. Mich hat diese kraftvolle Geschichte absolut für sich eingenommen und ich merke, dass sie in mir arbeitet… Ich empfehle sie von Herzen gerne weiter und wünsche euch ganz viel Freude beim Lesen!