Ist es jemals zu spät für einen Neuanfang?

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lisbethsalander Avatar

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Im neuen Roman „Die Regenschwimmerin“ von Romy Fölck stehen drei charakterstarke Frauen in der Mitte ihres Lebens im Zentrum der Grschichte. Aufmerksam geworden war ich auf das Buch durch den für mich originellen Titel und das gelungene ansprechend gestaltete Cover. Wir lernen die Protagonistinnen Judith, Evi und Marga kennen. Erzählt wird abwechselnd aus deren jeweiliger Perspektive, was mir gut gefallen hat und das Ganze abwechslungsreich gestaltet! Judith nimmt am Ferienort ihrer Kindheit eine Auszeit, nachdem sie von ihrem langjährigen Ehemann verlassen wurde. Auch Evi, eine Freundin aus Jugendtagen, ist in das skandinavische Land geflohen, um eine Lebenskrise zu überwinden. Und dann wäre da noch Marga, die nach einem länger zurückliegenden Schicksalsschlag auf der Ferieninsel lebt und titelgebend immer bei Regen im See vor ihrer Haustür schwimmt. Judith und Evi haben sich nach einem Streit vor vielen Jahren entzweit. Können sie sich nun vielleicht versöhnen? Alle drei Frauen setzen sich mit auf unterschiedliche Art und Weise mit Fragen auseinander, die darum kreisen, wie man in der Lebensmitte mit nicht realisierten Träumen umgeht, wie verarbeitet man Verluste, und kann man noch einmal neu durchstarten? All das schildert Romy Fölck in flüssigem bildhaftem Schreibstil, der einen schnell durch die Seiten fliegen lässt. Die angesprochenen Themen bieten tatsächlich eigentlich Tiefgang, für meinen Geschmack gab es allerdings ein paar zu viele konstruierte scheinbare Zufälle, die die Handlung stellenweise dann doch etwas oberflächlich wirken lassen. Trotzdem fühlte ich mich alles in allem gut unterhalten und möchte eine Leseempfehlung aussprechen.