Zurück zu dem, was war (Hörbuch)
Judith lässt nach dem Ende ihrer Ehe erst einmal alles hinter sich und fährt dorthin, wo für sie früher einmal vieles leicht war: auf eine kleine schwedische Insel aus ihrer Kindheit. Nur ist man selbst natürlich nicht mehr dieselbe Person, wenn man an einen Ort zurückkehrt, den man mit früher verbindet. Und Judith bringt einiges mit, vor dem sie eigentlich weglaufen wollte.
Dann taucht auch noch Evi wieder auf. Die beiden Frauen haben eine gemeinsame Vergangenheit, über die lange Gras gewachsen ist – nur offenbar nicht genug. Und während zwischen ihnen alte Dinge wieder hochkommen, gibt es Marga, die bei jedem Wetter ihre Runden im Wasser dreht und dabei irgendwie zum stillen Mittelpunkt der Geschichte wird.
Ich mochte diese drei Frauen sehr, gerade weil sie so unterschiedlich sind. Keine von ihnen wirkt wie eine Figur, die einfach nur eine bestimmte Rolle in der Geschichte erfüllen soll. Jede trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum, hat Dinge verloren, Entscheidungen getroffen und trotzdem noch Wünsche. Marga hat es mir dabei besonders angetan. Eine ältere Frau, die bei Regen schwimmen geht, weil sie einen Traum hat, den sie sich unbedingt noch erfüllen möchte. Sie hat etwas Eigenwilliges und gleichzeitig unglaublich Warmes.
Überhaupt steckt in der Geschichte viel von diesen kleinen Momenten, die man nicht unbedingt als großes Ereignis bezeichnen würde und die einem trotzdem im Kopf bleiben. Regen auf dem Wasser. Ein rotes Gästehaus. Erinnerungen an einen vergangenen Sommer. Menschen, die sich nach Jahren wieder gegenüberstehen und nicht wissen, was sie mit all dem anfangen sollen, was zwischen ihnen liegt. Ich fand es angenehm, dass hier nicht ständig etwas passieren muss. Die Geschichte darf sich Zeit nehmen. Man hört zu, lernt die Frauen kennen und versteht nach und nach, warum manche Dinge zwischen ihnen so lange nachwirken.
Beim Hören hatte ich oft das Gefühl, nicht einfach nur einer Handlung zu folgen, sondern irgendwo mit auf dieser Insel zu sein. Und dafür hat die Stimme von Tessa Mittelstaedt wunderbar gepasst. Sie gibt den Figuren unterschiedliche Nuancen, ohne dass es künstlich wirkt, und trifft sowohl die ruhigeren als auch die emotionaleren Momente sehr schön.
Und trotzdem ist es keine Geschichte, bei der alles nur in Erinnerungen hängen bleibt. Es geht auch um die Frage, was man mit dem macht, was jetzt noch vor einem liegt. Ob man sich irgendwann traut, noch einmal etwas zu wagen. Ob eine Freundschaft nach all den Jahren überhaupt wieder eine Chance haben kann. Und ob ein Leben, das plötzlich ganz anders aussieht als geplant, vielleicht trotzdem noch einmal in eine schöne Richtung gehen kann. Ich mochte die Mischung aus schwedischem Inselgefühl, alten Freundschaftsgeschichten, Neuanfang und den kleinen emotionalen Zwischentönen sehr. Ein Hörbuch, bei dem ich irgendwann gar nicht mehr das Bedürfnis hatte, schnell zu wissen, wie es weitergeht. Ich wollte einfach noch ein bisschen dort bleiben.
Dann taucht auch noch Evi wieder auf. Die beiden Frauen haben eine gemeinsame Vergangenheit, über die lange Gras gewachsen ist – nur offenbar nicht genug. Und während zwischen ihnen alte Dinge wieder hochkommen, gibt es Marga, die bei jedem Wetter ihre Runden im Wasser dreht und dabei irgendwie zum stillen Mittelpunkt der Geschichte wird.
Ich mochte diese drei Frauen sehr, gerade weil sie so unterschiedlich sind. Keine von ihnen wirkt wie eine Figur, die einfach nur eine bestimmte Rolle in der Geschichte erfüllen soll. Jede trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum, hat Dinge verloren, Entscheidungen getroffen und trotzdem noch Wünsche. Marga hat es mir dabei besonders angetan. Eine ältere Frau, die bei Regen schwimmen geht, weil sie einen Traum hat, den sie sich unbedingt noch erfüllen möchte. Sie hat etwas Eigenwilliges und gleichzeitig unglaublich Warmes.
Überhaupt steckt in der Geschichte viel von diesen kleinen Momenten, die man nicht unbedingt als großes Ereignis bezeichnen würde und die einem trotzdem im Kopf bleiben. Regen auf dem Wasser. Ein rotes Gästehaus. Erinnerungen an einen vergangenen Sommer. Menschen, die sich nach Jahren wieder gegenüberstehen und nicht wissen, was sie mit all dem anfangen sollen, was zwischen ihnen liegt. Ich fand es angenehm, dass hier nicht ständig etwas passieren muss. Die Geschichte darf sich Zeit nehmen. Man hört zu, lernt die Frauen kennen und versteht nach und nach, warum manche Dinge zwischen ihnen so lange nachwirken.
Beim Hören hatte ich oft das Gefühl, nicht einfach nur einer Handlung zu folgen, sondern irgendwo mit auf dieser Insel zu sein. Und dafür hat die Stimme von Tessa Mittelstaedt wunderbar gepasst. Sie gibt den Figuren unterschiedliche Nuancen, ohne dass es künstlich wirkt, und trifft sowohl die ruhigeren als auch die emotionaleren Momente sehr schön.
Und trotzdem ist es keine Geschichte, bei der alles nur in Erinnerungen hängen bleibt. Es geht auch um die Frage, was man mit dem macht, was jetzt noch vor einem liegt. Ob man sich irgendwann traut, noch einmal etwas zu wagen. Ob eine Freundschaft nach all den Jahren überhaupt wieder eine Chance haben kann. Und ob ein Leben, das plötzlich ganz anders aussieht als geplant, vielleicht trotzdem noch einmal in eine schöne Richtung gehen kann. Ich mochte die Mischung aus schwedischem Inselgefühl, alten Freundschaftsgeschichten, Neuanfang und den kleinen emotionalen Zwischentönen sehr. Ein Hörbuch, bei dem ich irgendwann gar nicht mehr das Bedürfnis hatte, schnell zu wissen, wie es weitergeht. Ich wollte einfach noch ein bisschen dort bleiben.