Nicht für mich
Die Leseprobe startet mit einem vergifteten Beamten und wechselt dann in ein sehr beobachtendes, ruhiges Erzählen. Magnusson schreibt präzise, mit viel Zeitkolorit der 90er-Jahre und einem Blick auf Politik, Literatur und die Stimmung nach dem Kalten Krieg. Das ist sprachlich stark und atmosphärisch dicht, verlangt aber Aufmerksamkeit und Geduld. Spannung entsteht eher über Gedanken und Zusammenhänge als über Handlung. Interessant und klug, aber kein Buch, das einen sofort pack, eher eines, in das man langsam hineinfindet.