Spannend und ein wenig unheimlich
Kristof Magnusson schafft es, einen sofort in eine Geschichte zu werfen, die gleichzeitig spannend und irgendwie auch ein bisschen unheimlich ist.
Die Leseprobe beginnt mit einem Paukenschlag: Dieter Germeshausen, ein Bundesbeamter, wird in einer Bar in Kasachstan vergiftet. Die Art, wie seine Atemnot und diese schreckliche Schwere auf der Brust beschrieben werden, ist so intensiv, dass man fast selbst keine Luft mehr bekommt. Besonders traurig fand ich den Moment, als er sich fragt, was wohl auf seinem Grabstein stehen wird – „Hier liegt der biedere Beamte“ oder „der unbekannte Spion?“. Man merkt richtig, wie er in seinen letzten Augenblicken versucht, sein Leben irgendwie einzuordnen.
Dann springt die Handlung zurück nach Rom zu Jakob Dreiser, einem jungen Dichter. Er ist das komplette Gegenteil von der düsteren Stimmung am Anfang. Er ist auf einem Sommerfest in der russischen Botschaft und genießt die neue Freiheit nach dem Fall der Mauer. Jakob scheint so ein richtiger „Mr. Populär“ zu sein, der mit jedem ein Gespräch anfangen kann, egal wie schüchtern die Person ist.
Richtig schön fand ich die Rückblende, wie er und die russische Dichterin Dwina sich als Teenager in Leningrad kennengelernt haben. Zwei junge Leute, die sich in einer Zeit des Umbruchs über die Poesie gefunden haben. Das hat so etwas Hoffnungsvolles, was einen tollen Kontrast zu dem dramatischen Einstieg bildet.
Der Schreibstil ist wirklich flüssig und man kann sich die Szenen – ob im heißen Kasachstan oder im sonnigen Botschaftsgarten in Rom – total gut vorstellen.
Die Leseprobe beginnt mit einem Paukenschlag: Dieter Germeshausen, ein Bundesbeamter, wird in einer Bar in Kasachstan vergiftet. Die Art, wie seine Atemnot und diese schreckliche Schwere auf der Brust beschrieben werden, ist so intensiv, dass man fast selbst keine Luft mehr bekommt. Besonders traurig fand ich den Moment, als er sich fragt, was wohl auf seinem Grabstein stehen wird – „Hier liegt der biedere Beamte“ oder „der unbekannte Spion?“. Man merkt richtig, wie er in seinen letzten Augenblicken versucht, sein Leben irgendwie einzuordnen.
Dann springt die Handlung zurück nach Rom zu Jakob Dreiser, einem jungen Dichter. Er ist das komplette Gegenteil von der düsteren Stimmung am Anfang. Er ist auf einem Sommerfest in der russischen Botschaft und genießt die neue Freiheit nach dem Fall der Mauer. Jakob scheint so ein richtiger „Mr. Populär“ zu sein, der mit jedem ein Gespräch anfangen kann, egal wie schüchtern die Person ist.
Richtig schön fand ich die Rückblende, wie er und die russische Dichterin Dwina sich als Teenager in Leningrad kennengelernt haben. Zwei junge Leute, die sich in einer Zeit des Umbruchs über die Poesie gefunden haben. Das hat so etwas Hoffnungsvolles, was einen tollen Kontrast zu dem dramatischen Einstieg bildet.
Der Schreibstil ist wirklich flüssig und man kann sich die Szenen – ob im heißen Kasachstan oder im sonnigen Botschaftsgarten in Rom – total gut vorstellen.