Alles schien möglich!
Naja, sagen wir mal: fast alles. Und zwar zu Beginn der 1990er Jahre: die Sowjetunion hatte sich aufgelöst, Deutschland war nicht mehr zweigesteilt und das Leben war unglaublich spannend. Einfach schon deswegen, weil die Tore so weit geöffnet waren, gerade in Europa: man konnte in Länder reisen, die bislang unerreichbar schienen (sowohl aus westlicher als auch aus östlicher Perspektive, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen). Und Menschen begegnen, die ganz andere Biographien hatten als man selbst.
So auch in diesem ausgesprochen unterhaltsamen Roman, der seinen Anfang in Rom nimmt und zwar in der Russischen Botschaft - die natürlich auch erst seit neuestem diese Bezeichnung trägt und osteuropäische Gastfreundschaft walten lässt - so etwas kannte man von deren Vorgängerin - der Botschaft der Sowjetunion - ganz und gar nicht. Dort werden zwei Biographien aufgerollt, die unterschiedlicher nicht sein können: die von Jakob Dreiser, einem jungen, begabten Dichter, der stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist - so auch jetzt beim Botschaftsempfang, wo er seine nicht wenigen Freunde trifft und neue Bekanntschaften macht.
Auf der anderen Seite steht Dieter Germershausen, ein schon älteres Semester, dessen Stern eindeutig im Sinken begriffen ist, da sein jahrelanges Treiben als Doppelagent in Ost und West unweigerlich aufzufliegen droht. Er schmeißt sich an Jakob heran, denn er plant ein wichtiges Geschäft. Eines, das ohne die Einbindung des umtriebigen Kerlchens, das sogar Russisch spricht, unweigerlich scheitern wird...
Ein nicht nur witziger, sondern auch sehr atmosphärischer Roman, der diese Aufbruchsstimmung auf der einen und das bedrohliche Sinken auf der anderen Seite sehr passend darstellt. Ich fühlte mich gleich in die frühen 1990er versetzt, in denen ich mich ständig im Baltikum umhertrieb (ich habe entsprechenden familiären Hintergrund), wo es so viel interessanter war als im tiefen Westen der ehemaligen Bundesrepublik, wo man kaum DDR-Atmosphäre genießen konnte. Leider hat mich das Ende ein kleines bisschen enttäuscht und auf dem Weg dorthin schlug die Handlung dann doch ein paarmal für meinen Geschmack zu sehr über die Stränge!
So auch in diesem ausgesprochen unterhaltsamen Roman, der seinen Anfang in Rom nimmt und zwar in der Russischen Botschaft - die natürlich auch erst seit neuestem diese Bezeichnung trägt und osteuropäische Gastfreundschaft walten lässt - so etwas kannte man von deren Vorgängerin - der Botschaft der Sowjetunion - ganz und gar nicht. Dort werden zwei Biographien aufgerollt, die unterschiedlicher nicht sein können: die von Jakob Dreiser, einem jungen, begabten Dichter, der stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist - so auch jetzt beim Botschaftsempfang, wo er seine nicht wenigen Freunde trifft und neue Bekanntschaften macht.
Auf der anderen Seite steht Dieter Germershausen, ein schon älteres Semester, dessen Stern eindeutig im Sinken begriffen ist, da sein jahrelanges Treiben als Doppelagent in Ost und West unweigerlich aufzufliegen droht. Er schmeißt sich an Jakob heran, denn er plant ein wichtiges Geschäft. Eines, das ohne die Einbindung des umtriebigen Kerlchens, das sogar Russisch spricht, unweigerlich scheitern wird...
Ein nicht nur witziger, sondern auch sehr atmosphärischer Roman, der diese Aufbruchsstimmung auf der einen und das bedrohliche Sinken auf der anderen Seite sehr passend darstellt. Ich fühlte mich gleich in die frühen 1990er versetzt, in denen ich mich ständig im Baltikum umhertrieb (ich habe entsprechenden familiären Hintergrund), wo es so viel interessanter war als im tiefen Westen der ehemaligen Bundesrepublik, wo man kaum DDR-Atmosphäre genießen konnte. Leider hat mich das Ende ein kleines bisschen enttäuscht und auf dem Weg dorthin schlug die Handlung dann doch ein paarmal für meinen Geschmack zu sehr über die Stränge!