Buchgewordenes Popcorn-Kino
Von "Die Reise ans Ende der Geschichte" des Hamburger Autors Kristof Magnusson hatte ich mir eine rasante, phantasievolle Geschichte mit abwechslungsreichem Personal erwartet und ich wurde nicht enttäuscht. Zuerst einmal: es ist ein sehr unterhaltsames Buch! Die Geschichte startet direkt in mit einer Vergiftung. Oder einer vermeintlichen Vergiftung? Sprung an den Anfang der Geschichte. Die Hauptfigur Jakob Dreiser ist jung, sympathisch, gut aussehend und hat die Gabe, von allen gemocht zu werden. Angesiedelt ist die Geschichte kurz nach dem Ende des kalten Krieges; offenbar ist das Interesse, sich gegenseitig zu bespitzeln, größer als je zuvor. Jakob lebt in Rom, verdient gut als Dichter, besucht Feste, auf denen er jeden kennt und jeder ihn. Man hat den Eindruck, er ist in sein Leben glücklich reingeschliddert, genießt es, langweilt sich aber auch ein bisschen dabei. Das ändert sich, als er für einen Spionageauftrag rekrutiert wird. Überhaupt tummeln sich viele Spione in seinem Umfeld. Man weiß voneinander oder auch nicht, passt aufeinander auf, versucht herauszufinden, was die Anderen umtreibt. Jakob schliddert auch in diese Welt wieder hinein. Er bekommt keine Einführung, keine Hintergrundinformationen und anscheinend auch keine Bezahlung. Aber er macht seine Sache gut, erfreut sich am Nervenkitzel und erweist sich als Naturtalent im Verhandeln. Und bleibt dabei immer noch der charmante Dichter, der loyal zu seinen Freunden steht.
Das Buch ist wie buntes Popcorn-Kino mit vielen Nebendarstellern und Cameos. Besonders gefallen hat mir die Beschreibung des Goethe-Instituts in Almaty. Ich habe mich rundum gut unterhalten gefühlt, werde das Buch aber nicht nachhaltig in Erinnerung behalten.
Das Buch ist wie buntes Popcorn-Kino mit vielen Nebendarstellern und Cameos. Besonders gefallen hat mir die Beschreibung des Goethe-Instituts in Almaty. Ich habe mich rundum gut unterhalten gefühlt, werde das Buch aber nicht nachhaltig in Erinnerung behalten.