Das war nicht meins

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lilli333 Avatar

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Das Ende des Kalten Krieges muss gefeiert werden. Zu diesem Anlass trifft man sich im Garten der Botschaft der Russischen Föderation in Rom. Der alternde Doppelagent Dieter Germeshausen, der unter den neuen Umständen um seine Lebensgrundlage fürchtet, hat einen letzten Plan, bevor er sich zurückziehen will. Doch dazu braucht er den jungen Dichter Jakob Dreiser, der im Gegensatz zu Germeshausen gut mit Worten umgehen kann. Gemeinsam reisen sie nach Kasachstan, damit Germeshausen das große Geld scheffeln kann. Doch Jakob Dreiser ist von seiner neuen Spionagetätigkeit so begeistert, dass er Germeshausens Anweisungen spontan in den Wind schlägt und auf eigene Faust handelt …

Von Kristof Magnusson habe ich bereits „Das war ich nicht“ gelesen, und das gefiel mir um Längen besser. Mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ konnte ich leider nicht viel anfangen. So witzig wie im Klappentext versprochen, fand ich das Buch bei Weitem nicht. Die Charaktere sind slapstickartig überzeichnet, dabei aber erstaunlich eindimensional und nichtssagend bis unglaubwürdig.

Nach einem spannenden Anfang, wo Germeshausen einen Giftanschlag erleidet, geht es erst mal recht gemächlich in der Vergangenheit weiter. Über Seiten wird die Party im Garten der russischen Botschaft beschrieben, ohne dass etwas Wesentliches geschieht. Ganz langsam werden hier Germeshausen und Dreiser zusammengeführt. Das hätte für meinen Geschmack ruhig etwas schneller passieren dürfen. Und die Story zieht sich auch danach in die Länge. Erst gegen Ende kommt dann etwas Tempo und auch Spannung auf. Und dann ist plötzlich Schluss, ohne dass die Geschichte ans Ende gekommen wäre - zumindest empfinde ich es so.

Sprachlich ist der Roman sehr in Ordnung, auch die Idee ist toll. Doch leider schaffte der Autor es nicht, mir die Figuren nahe zu bringen.