Der etwas andere Agentenroman
Die Reise ans Ende der Geschichte ist für mich mit keinem bisher gelesenen Agentenroman vergleichbar. Zunächst eimal die außergewöhnlichen, teils skuril wirkenden Charaktere: Dieter Germeshausen, ein abgeschobener Agent des Bundesnachrichtendienstes, der zur Zeit des kalten Krieges als Doppelagent gearbeitet hat. Dieser möchte mit Hilfe eines abenteuerlustigen, von seinem Leben gelangweilten Dichters mit dem Namen Jakob Dreiser unseriöse Geschäfte machen, um sich seinen sorgenfreien Lebensabend zu finanzieren. Das die beiden ständig in aberwitzigen Situationen landen und in der aufgelösten Sowjetunion natürlich nichts nach Plan läuft, macht diese Geschichte zu einem tragikomischen, sehr fantasievollen Roman, der sich zügig lesen läßt. Leider ist der Schlusspunkt für mich nicht so ganz überzeugend.