Doppelagenten sind auch nur Menschen
Nicht die Menschen im Osten sind die Leidtragenden, als der Eiserne Vorhang fällt, für die ist doch alles jetzt viel schöner! Die eigentlich Aufgeschmissenen sind doch die Geheim- und Doppelagenten wie Dieter Germeshausen! Plötzlich ihrer Lebensgrundlage beraubt und wie auf dem Präsentierteller platziert! Ein*e KGB- und Stasi-Mitarbeiter*in nach dem anderen wird enttarnt.
Wie gut, dass Germeshausen als Spießer und nie groß beachteter Agent stets unter dem Radar flog. Einfach nicht wichtig genug. Aber sowas kann sich ja auch schnell mal ändern.
Wie wäre es denn, wenn er, der in seinem Leben irgendwie immer zur falschen Zeit am falschen Ort war, einmal vom Lauf der Geschichte profitieren könnte? Wenn er jetzt, in der wilden Zeit, Anfang der 1990er, den grössten Coup seines Lebens landete, der ihn vom Spielfeldrand mitten hinein ins Zentrum der Geschichtsschreibung katapultierte?
Und was wäre, wenn der erfolgreiche Dichter, dessen Leben trotz seines Erfolgs so schnöde und öde erscheint, das grösste Abenteuer seines Lebens erlebte? Einfach nur, weil das große Ost-West-Narrativ an seinem Ende angekommen ist?
Die Reise ans Ende der Geschichte ist skurril und witzig, absurd und voller historischer Fakten, die so noch keiner erzählt hat. Hinreißend originelle Figuren bevölkern eine Welt im Ausnahmezustand, in der alles möglich ist. Frieden, Freiheit, Toleranz. Agenten, Mafiosi und Hubschrauberfabrikant*innen sind schließlich auch nur Menschen. Sie nörgeln, trinken zu viel, verlieren manchmal ihren Optimismus, sind euphorisch, haben Träume, Geldsorgen oder wollen einfach nur mit dem Mittwochsflug nach Hause.
Eine Welt, in der jeder Tag Überraschung birgt und nichts vorhersehbar ist, kommt mir erschreckend bekannt vor. Genau das macht für mich den Reiz dieses Romans aus. Er springt von Empathie und Herzlichkeit, Wärme und Verbundenheit zu Abenteuerlust und Egoismus, mäandert zwischen Hoffnung und Resignation. Das alles ist so wunderbar menschlich und zeitlos! Ein reines Lesevergnügen in einer großen Zeit historischer Umbrüche.
Wie gut, dass Germeshausen als Spießer und nie groß beachteter Agent stets unter dem Radar flog. Einfach nicht wichtig genug. Aber sowas kann sich ja auch schnell mal ändern.
Wie wäre es denn, wenn er, der in seinem Leben irgendwie immer zur falschen Zeit am falschen Ort war, einmal vom Lauf der Geschichte profitieren könnte? Wenn er jetzt, in der wilden Zeit, Anfang der 1990er, den grössten Coup seines Lebens landete, der ihn vom Spielfeldrand mitten hinein ins Zentrum der Geschichtsschreibung katapultierte?
Und was wäre, wenn der erfolgreiche Dichter, dessen Leben trotz seines Erfolgs so schnöde und öde erscheint, das grösste Abenteuer seines Lebens erlebte? Einfach nur, weil das große Ost-West-Narrativ an seinem Ende angekommen ist?
Die Reise ans Ende der Geschichte ist skurril und witzig, absurd und voller historischer Fakten, die so noch keiner erzählt hat. Hinreißend originelle Figuren bevölkern eine Welt im Ausnahmezustand, in der alles möglich ist. Frieden, Freiheit, Toleranz. Agenten, Mafiosi und Hubschrauberfabrikant*innen sind schließlich auch nur Menschen. Sie nörgeln, trinken zu viel, verlieren manchmal ihren Optimismus, sind euphorisch, haben Träume, Geldsorgen oder wollen einfach nur mit dem Mittwochsflug nach Hause.
Eine Welt, in der jeder Tag Überraschung birgt und nichts vorhersehbar ist, kommt mir erschreckend bekannt vor. Genau das macht für mich den Reiz dieses Romans aus. Er springt von Empathie und Herzlichkeit, Wärme und Verbundenheit zu Abenteuerlust und Egoismus, mäandert zwischen Hoffnung und Resignation. Das alles ist so wunderbar menschlich und zeitlos! Ein reines Lesevergnügen in einer großen Zeit historischer Umbrüche.