Ein typischer Magnusson
„Die Reise ans Ende der Geschichte“ ist ein etwas anderer Spionageroman. Angesiedelt in den 1990er-Jahren, in der Zeit nach dem Kalten Krieg, begegnen wir einem Doppelagenten mit ganz eigenen Plänen: Dieter Germeshausen hat jahrzehntelang erfolgreich für beide Seiten spioniert und nebenbei unzähligen Menschen zu neuen Identitäten – und damit zu einem neuen Leben – verholfen. Anerkennung? Fehlanzeige. Befördert und gefeiert wurden stets andere. Kein Wunder, denn Germeshausen ist alles andere als gesellig oder gut im Umgang mit Menschen.
Doch genau diese Eigenschaften benötigt er für seine letzte Mission – ein Coup, mit dem er als Sieger aus der Welt der Spionage abtreten will. Sein Plan: der wortgewandte, charismatischen Dichter Jakob Dreiser. Germeshausen gewinnt ihn für seine Mission, und gemeinsam begeben sie sich auf eine ebenso absurde wie turbulente Reise von Rom bis nach Kasachstan. Mit im Gepäck: zu viele Geheimnisse, eigene Pläne, zahlreiche Wendungen, ein wachsendes Chaos und weitere Figuren, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen. Kein Wunder also, dass das Vorhaben mehr als einmal ins Wanken gerät.
Kristof Magnusson überzeugt erneut mit seinem unverwechselbar amüsanten Erzählstil. Die eigenwilligen Charaktere sind pointiert gezeichnet – jeder für sich verschroben, im Zusammenspiel herrlich absurd. Gerade die Dialoge und Situationen leben von dieser besonderen Dynamik. Kurz gesagt: das Gespür für Details und die Liebe zu den Figuren spürt man auf jeder Seite.
Besonders gelungen finde ich auch, wie die Umbruchzeit nach dem Kalten Krieg in den Figuren gespiegelt wird: Das Gefühl, etwas verloren zu haben. Die Unsicherheit, was als nächstes kommt. Gewinner oder Verlierer? Und die Suche nach einem neuen Sinn im Leben, selbst wenn der eigene Optimismus dabei mitunter groteske Züge annimmt.
Der Roman braucht zwar ein wenig, um in Fahrt zu kommen, entwickelt sich dann aber zu einem echten Magnusson, ganz nach meinem Geschmack. Insgesamt hat er mir sehr gut gefallen – auch wenn ich gestehen muss: Mit dem Ende hadere ich immer noch.
Doch genau diese Eigenschaften benötigt er für seine letzte Mission – ein Coup, mit dem er als Sieger aus der Welt der Spionage abtreten will. Sein Plan: der wortgewandte, charismatischen Dichter Jakob Dreiser. Germeshausen gewinnt ihn für seine Mission, und gemeinsam begeben sie sich auf eine ebenso absurde wie turbulente Reise von Rom bis nach Kasachstan. Mit im Gepäck: zu viele Geheimnisse, eigene Pläne, zahlreiche Wendungen, ein wachsendes Chaos und weitere Figuren, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen. Kein Wunder also, dass das Vorhaben mehr als einmal ins Wanken gerät.
Kristof Magnusson überzeugt erneut mit seinem unverwechselbar amüsanten Erzählstil. Die eigenwilligen Charaktere sind pointiert gezeichnet – jeder für sich verschroben, im Zusammenspiel herrlich absurd. Gerade die Dialoge und Situationen leben von dieser besonderen Dynamik. Kurz gesagt: das Gespür für Details und die Liebe zu den Figuren spürt man auf jeder Seite.
Besonders gelungen finde ich auch, wie die Umbruchzeit nach dem Kalten Krieg in den Figuren gespiegelt wird: Das Gefühl, etwas verloren zu haben. Die Unsicherheit, was als nächstes kommt. Gewinner oder Verlierer? Und die Suche nach einem neuen Sinn im Leben, selbst wenn der eigene Optimismus dabei mitunter groteske Züge annimmt.
Der Roman braucht zwar ein wenig, um in Fahrt zu kommen, entwickelt sich dann aber zu einem echten Magnusson, ganz nach meinem Geschmack. Insgesamt hat er mir sehr gut gefallen – auch wenn ich gestehen muss: Mit dem Ende hadere ich immer noch.