Eine Reise mit vielen Fragen und wenigen Antworten

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bookfriend135 Avatar

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In Rom, Anfang der 90er Jahre, ist der Kalte Krieg endlich Geschichte und die russische Botschaft lädt zu einem Gartenfest ein. Der junge Dichter Jakob Dreiser wird für sein Werk gefeiert, doch Dieter Germeshausen denkt nur ans untertauchen. Jahrelang war er Doppelagent und fürchtet nun ausrangiert zu werden oder Schlimmeres. Germeshausen hat einen Plan für einen großen, letzten Coup und dafür braucht er Jakob Dreisers Hilfe.
Dies war für mich das erste Buch von Kristof Magnusson das ich gelesen habe. Der Klappentext, der Prolog und die Empfehlungen hatten mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Die gute Idee und der Anfang hatten mich ebenfalls überzeugt und die Figuren mit den sehr unterschiedlichen Charakteren waren zu Beginn klasse. Die Kombination aus der politischen Zeit, einem nun argwöhnischen Doppelagenten und einem abenteuerlustigen Dichter um Spionage und Geheimdienste versprach eine starke Geschichte. Diese wurde aus wechselnden Perspektiven erzählt und hatte einen schönen Schreibstil. Allerdings versank die Erzählung immer wieder in ausführlichen Beschreibungen, die nicht wirklich handlungsrelevant waren und somit das Ganze in die Länge zogen. Somit plätscherte der Hauptstrang nur dahin und blieb oberflächlich. Auch vom vielgepriesenen Humor in den offiziellen Empfehlungen hatte ich mir viel mehr versprochen, als mir das Buch schlussendlich geliefert hat. Insgesamt hatte ich mehr Spannung, mehr Humor und eben mehr Spionage und Abenteuer erwartet. Das Ende mag Geschmackssache sein, aber es sind im Laufe der Geschichte einfach zu viele Fragen unbeantwortet geblieben. Wenn ich nicht zu diesem Buch gegriffen hätte, hätte ich auch nichts verpasst. Leider nur 2,5 Sterne