Eine verrückte Agentengeschichte
Es ist das Ende des Kalten Krieges und in Rom wird gefeiert: in der Russischen Botschaft kommen alle zusammen, die Rang und Namen aufweisen können. Hier tummeln sich Agenten, Spione, Doppelspione und unter ihnen Jakob Dreiser, der sich als junger Dichter bereits einen Namen gemacht hat. Weil er kontaktfreudig und kommunikativ ist wird er von Dieter Germesheim angeworben, einem aufs Abstellgleis des BND geschobener Agent, der nebenbei auch ganz eigene Projekte verfolgt. Die beiden sehr ungleichen Männer stolpern nun in eine Räuber-Pistole, die das Genre des Spionageromans gewaltig auf die Schippe nimmt.
Mit viel Witz und Tempo erzählt Kristof Magnusson diese Geschichte und bedient sich dabei sehr verschiedenen Charakteren, die von einer absurden Situation in die nächste geraten. Dabei ziehen die Frauen im Hintergrund die Fäden während die beiden Männer ihr bestes geben. Jeder verfolgt seine eigenen Interessen, misstraut dem anderen und verfolgt seine eigenen Interessen.
Sehr gut gefallen hat mir der Anfang, der wie im Titel schon treffend dargestellt wird auf einen späteren Zeitpunkt der Geschichte verweist. Was sicher witzig gemeint ist und eine klassische Persiflage des Spionageromans darstellt hat mich jedoch im Laufe des Romans immer weniger abgeholt. Waren mir die einzelnen Personen und ihre Eitelkeiten anfangs ganz sympathisch wurde mir das Geschehen zunehmend zu abgedreht und albern. Diese Art Roman trifft einfach inhaltlich nicht meinen Lesegeschmack, obwohl er stilistisch gut geschrieben und lustig ist.
Mit dem Wissen von heute blicken wir außerdem ein bisschen mitleidig auf diese Gesinnung der 90er Jahre, in der das Ende des Kalten Krieges und der Aufbruch in Friedenszeiten möglich schien.
Eine Empfehlung würde ich aussprechen für diejenigen, die absurde Geschichten mögen und sich für einen Abenteuerroman in Zeiten historischer Umbrüche interessieren.
Mit viel Witz und Tempo erzählt Kristof Magnusson diese Geschichte und bedient sich dabei sehr verschiedenen Charakteren, die von einer absurden Situation in die nächste geraten. Dabei ziehen die Frauen im Hintergrund die Fäden während die beiden Männer ihr bestes geben. Jeder verfolgt seine eigenen Interessen, misstraut dem anderen und verfolgt seine eigenen Interessen.
Sehr gut gefallen hat mir der Anfang, der wie im Titel schon treffend dargestellt wird auf einen späteren Zeitpunkt der Geschichte verweist. Was sicher witzig gemeint ist und eine klassische Persiflage des Spionageromans darstellt hat mich jedoch im Laufe des Romans immer weniger abgeholt. Waren mir die einzelnen Personen und ihre Eitelkeiten anfangs ganz sympathisch wurde mir das Geschehen zunehmend zu abgedreht und albern. Diese Art Roman trifft einfach inhaltlich nicht meinen Lesegeschmack, obwohl er stilistisch gut geschrieben und lustig ist.
Mit dem Wissen von heute blicken wir außerdem ein bisschen mitleidig auf diese Gesinnung der 90er Jahre, in der das Ende des Kalten Krieges und der Aufbruch in Friedenszeiten möglich schien.
Eine Empfehlung würde ich aussprechen für diejenigen, die absurde Geschichten mögen und sich für einen Abenteuerroman in Zeiten historischer Umbrüche interessieren.