Geheimdienst ohne eisernem Vorhang

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In den 1990iger Jahren war die deutsche Mauer Geschichte, der kalte Krieg endgültig beendet. Das war schön, für einige aber auch nicht. Zum Beispiel für Dieter Germershausen. Er arbeitet beim BND, und für einen Geheimdienstler ist der Wegfall des größten Feindes keine gute Nachricht. Vor allem nicht, wenn dieser sich als Doppelagent verdingte. Wird er auffliegen? Germershausen braucht also Geld um mit seiner großen Liebe zu verschwinden. Und dazu braucht er jemanden mit Charisma. Seine Wahl fällt auf den jungen deutschen Dichter Jakob Dreiser. Ein Mensch, der sich mühelos durch die Gesellschaft bewegt und ununterbrochen neue Bekanntschaften knüpft.
Bei einem Botschaftsfest spricht er ihn an. Jacob ist sofort begeistert. Er riecht Abenteuer, sein Leben ist ihm langweilig geworden.
So machen sie sich auf hinter den nicht mehr existierenden eisernen Vorhang und machen Geschäfte.
Der Prolog beginnt sehr spektakulär, mit einer Vergiftung. Diese findet nicht „am Ende der Geschichte“ statt, sondern überraschenderweise mitten drin.
Sehr lustig, wie Jacob von einer gefährlichen Situation in die nächste stolpert und alles mit seinem natürlichen, diplomatischen Geschick wieder ins Lot bringt.
Das Buch ist eine Zeitreise in eine Welt ohne Handy und Internet. Alles muss im Lexikon nachgeschlagen werden. Kann man sich heute kaum noch vorstellen.
Die spannende Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven mit dem vom Autor Magnusson gewohntem Humor erzählt. Das Ende gibt Raum für mehr.