Mehr Frust als Leselust
Ich lese gern Spionage- und Agentenromane, aber dieses Buch lässt mich frustriert zurück. Als ich es am Ende aus der Hand legte, konnte ich nicht mal sagen, worum es sich handelt. Um eine Polit-Satire? Eine Tragikomödie? Eine Persiflage? Ein Agententhriller ist es jedenfalls nicht.
Dabei fing es so gut an! Die Zeit des Umbruchs nach dem Zerfall der Sowjetunion ist mir selbst noch gut in Erinnerung. Damals dachten wir, es sei vorbei mit der atomaren Bedrohung, der Unterdrückung Andersdenkender und den Reisebeschränkungen in den Sozialistischen Staaten jenseits des Eisernen Vorhangs und mit der Angst der Westeuropäer vor den Russen. Die eingangs geschilderte Gartenparty der russischen Botschaft in Rom spiegelt diese Aufbruchstimmung wunderbar wider. Aber das war’s dann auch mit dem Positiven, das ich aus diesem Buch mitgenommen habe. Die Handlung ist mir zu abgedreht.
Und nicht nur das: mir leuchtet überhaupt nicht ein, warum Kristof Magnusson ausgerechnet einen Misanthropen mit autistischen Asperger-Zügen zu einem Agenten gemacht hat. Einen Mann, der zu keinem Small Talk in der Lage ist und nie weiß, wie er sich anderen Menschen gegenüber verhalten und mit ihnen sprechen soll? Der wirbt Spione an?
Und dann der Dichter, den sich dieser Mensch aussucht, um seiner bevorstehenden Arbeitslosigkeit als Doppelspion und Maulwurf beim BND entgegenzuwirken. So naiv, arglos, kindlich und unpolitisch waren die jungen Leute damals wirklich nicht, nicht mal die verträumten Poeten.
Nach einem in die Länge gezogenen Mittelteil schöpfte ich beim letzten Viertel Hoffnung und dachte: „Das wird vielleicht doch noch was!“ Und dann war die Geschichte plötzlich zu Ende, einfach so, mitten in einer interessanten Szene. Viele Fragen wurden nicht beantwortet, lose Fäden nicht verknüpft. Wenn das ein Cliffhänger sein und auf weitere Bücher über diese Protagonisten neugierig machen soll, kann ich nur sagen: Hat bei mir nicht funktioniert.
Dabei fing es so gut an! Die Zeit des Umbruchs nach dem Zerfall der Sowjetunion ist mir selbst noch gut in Erinnerung. Damals dachten wir, es sei vorbei mit der atomaren Bedrohung, der Unterdrückung Andersdenkender und den Reisebeschränkungen in den Sozialistischen Staaten jenseits des Eisernen Vorhangs und mit der Angst der Westeuropäer vor den Russen. Die eingangs geschilderte Gartenparty der russischen Botschaft in Rom spiegelt diese Aufbruchstimmung wunderbar wider. Aber das war’s dann auch mit dem Positiven, das ich aus diesem Buch mitgenommen habe. Die Handlung ist mir zu abgedreht.
Und nicht nur das: mir leuchtet überhaupt nicht ein, warum Kristof Magnusson ausgerechnet einen Misanthropen mit autistischen Asperger-Zügen zu einem Agenten gemacht hat. Einen Mann, der zu keinem Small Talk in der Lage ist und nie weiß, wie er sich anderen Menschen gegenüber verhalten und mit ihnen sprechen soll? Der wirbt Spione an?
Und dann der Dichter, den sich dieser Mensch aussucht, um seiner bevorstehenden Arbeitslosigkeit als Doppelspion und Maulwurf beim BND entgegenzuwirken. So naiv, arglos, kindlich und unpolitisch waren die jungen Leute damals wirklich nicht, nicht mal die verträumten Poeten.
Nach einem in die Länge gezogenen Mittelteil schöpfte ich beim letzten Viertel Hoffnung und dachte: „Das wird vielleicht doch noch was!“ Und dann war die Geschichte plötzlich zu Ende, einfach so, mitten in einer interessanten Szene. Viele Fragen wurden nicht beantwortet, lose Fäden nicht verknüpft. Wenn das ein Cliffhänger sein und auf weitere Bücher über diese Protagonisten neugierig machen soll, kann ich nur sagen: Hat bei mir nicht funktioniert.