Plötzlich Spion
Der SPIEGEL- Bestseller Autor Kristof Magnusson entführt mit seinem neuesten Roman “Die Reise ans Ende der Geschichte” in die Zeit nach Ende des Kalten Krieges und in eine Welt veränderter geopolitischer Verhältnisse. Hier geht es, wie das witzige und gelungene Hardcover bereits andeutet, um den Tanz um den Abgrund, bei dem man leicht das Gleichgewicht verlieren kann.
Dieter Germeshausen ist Spion, im mittleren Alter, ungelenk sowohl körperlich wie im Umgang mit anderen Menschen. Seine Arbeit beim BND fühlt er nicht ausreichend gewürdigt. Daher wird er Doppelagent auch im Dienst des russischen FSB. Nunmehr liegt Dieters Welt in Trümmern, der Kalte Krieg vorbei, die Berliner Mauer ist gefallen. Dieter fürchtet seine Enttarnung, er will aussteigen, aber noch ein großes Geschäft machen. Hier kommt Jakob Dreiser ins Spiel.
Jakob Dreiser ist jung und als Dichter gemeinsam mit einer jungen Russin international bekannt geworden. Nunmehr gibt es Aussicht auf dauerhaften Frieden und Jakob ist glücklich, warum sollten die ehemaligen Feinde einander weiter hassen? Für ihn ist das das Ende der Geschichte, was sich alsbald als gewaltiger Irrtum herausstellen wird. Jakobs besonderes Talent, auf Menschen zuzugehen, auch schweigsame Gesprächspartner zum Reden zu bringen, Vertrauen zu erwecken ist genau das, was Germeshausen braucht. Daher reist Jakob mit Germeshausen nach Kasachstan ohne den Hintergrund der Reise zu kennen. Dennoch ist er es, dem es gelingt, die notwendigen Kontakte zu knüpfen. Jakob ist begeistert von seiner neuen Aufgabe und fühlt sich endlich lebendig. Mit auf der Reise ist auch Francesca, Sprachlehrerin an der Russischen Botschaft in Rom und natürlich auch Spionin des FSB. Denn Germeshausen muss am Leben bleiben, seine Kenntnisse sind für den FSB unverzichtbar.
Kristof Magnusson beschreibt eine Reise, die ganz anders verläuft als es sich der Befehlsstrukturen gewohnte Germeshausen vorstellt. Dreiser macht einfach sein eigenes Ding, rettet ihm sogar das Leben, doch Dankbarkeit gehört nicht zu Germeshausens hervorstechenden Eigenschaften. Noch einmal braucht er Jakob, diesmal ist das Geschäft im Stande, den Weltfrieden zu gefährden. Nun ist Jakob zum Handeln gezwungen…
“Die Reise ans Ende der Geschichte” ist ein angenehm lesbarer, spannender und fast fröhlicher Roman. Das liegt vor allem an der Figur des Jakob Dreiser, der freundlich auf Menschen zugeht, gut zuhört und imstande ist, jeden aus der Reserve zu locken. Obwohl er in dieser Geschichte eine tragende Rolle spielt, wirkt er immer wieder erstaunt, welche Möglichkeiten sich plötzlich auftun. Allerdings auch enttäuscht, als er seine Tätigkeit als Spion beendet glaubt. Das Buch verbreitet Leichtigkeit und ein angenehmes Gefühl, im Kreise von Spionen zu sein, jedoch nur als Beobachtende. Die Lesenden müssen allerdings alleine ans Ende der Geschichte reisen, denn der Autor lässt die weiteren Entwicklungen offen. So bleibt es der eigenen Phantasie überlassen, wie es Germeshausen und Dreiser letztlich in Russland ergeht.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass das Buch in den letzten Kapiteln Anleihen an Buch und Film “Jagd auf roter Oktober” nimmt. Wer diesen Film mag, wird auch “ Die Reise ans Ende der Geschichte” mögen.
Mein Fazit:
“Die Reise ans Ende der Geschichte” ist ein locker und leichthändig geschriebener Roman, was jedoch der Spannung keinen Abbruch tut. Die Charaktere sind hervorragend gezeichnet und die Atmosphäre nach Ende des Kalten Krieges authentisch eingefangen. Das Buch bietet unvorhersehbare Wendungen und spiegelt eine sich verändernde gesellschaftliche Wirklichkeit, doch immer mit feinem Humor. Für mich hat Kristof Magnusson eine gelungene Reise beschrieben, die ich gerne allen reiselustigen Lesefreunden weiterempfehle.
Dieter Germeshausen ist Spion, im mittleren Alter, ungelenk sowohl körperlich wie im Umgang mit anderen Menschen. Seine Arbeit beim BND fühlt er nicht ausreichend gewürdigt. Daher wird er Doppelagent auch im Dienst des russischen FSB. Nunmehr liegt Dieters Welt in Trümmern, der Kalte Krieg vorbei, die Berliner Mauer ist gefallen. Dieter fürchtet seine Enttarnung, er will aussteigen, aber noch ein großes Geschäft machen. Hier kommt Jakob Dreiser ins Spiel.
Jakob Dreiser ist jung und als Dichter gemeinsam mit einer jungen Russin international bekannt geworden. Nunmehr gibt es Aussicht auf dauerhaften Frieden und Jakob ist glücklich, warum sollten die ehemaligen Feinde einander weiter hassen? Für ihn ist das das Ende der Geschichte, was sich alsbald als gewaltiger Irrtum herausstellen wird. Jakobs besonderes Talent, auf Menschen zuzugehen, auch schweigsame Gesprächspartner zum Reden zu bringen, Vertrauen zu erwecken ist genau das, was Germeshausen braucht. Daher reist Jakob mit Germeshausen nach Kasachstan ohne den Hintergrund der Reise zu kennen. Dennoch ist er es, dem es gelingt, die notwendigen Kontakte zu knüpfen. Jakob ist begeistert von seiner neuen Aufgabe und fühlt sich endlich lebendig. Mit auf der Reise ist auch Francesca, Sprachlehrerin an der Russischen Botschaft in Rom und natürlich auch Spionin des FSB. Denn Germeshausen muss am Leben bleiben, seine Kenntnisse sind für den FSB unverzichtbar.
Kristof Magnusson beschreibt eine Reise, die ganz anders verläuft als es sich der Befehlsstrukturen gewohnte Germeshausen vorstellt. Dreiser macht einfach sein eigenes Ding, rettet ihm sogar das Leben, doch Dankbarkeit gehört nicht zu Germeshausens hervorstechenden Eigenschaften. Noch einmal braucht er Jakob, diesmal ist das Geschäft im Stande, den Weltfrieden zu gefährden. Nun ist Jakob zum Handeln gezwungen…
“Die Reise ans Ende der Geschichte” ist ein angenehm lesbarer, spannender und fast fröhlicher Roman. Das liegt vor allem an der Figur des Jakob Dreiser, der freundlich auf Menschen zugeht, gut zuhört und imstande ist, jeden aus der Reserve zu locken. Obwohl er in dieser Geschichte eine tragende Rolle spielt, wirkt er immer wieder erstaunt, welche Möglichkeiten sich plötzlich auftun. Allerdings auch enttäuscht, als er seine Tätigkeit als Spion beendet glaubt. Das Buch verbreitet Leichtigkeit und ein angenehmes Gefühl, im Kreise von Spionen zu sein, jedoch nur als Beobachtende. Die Lesenden müssen allerdings alleine ans Ende der Geschichte reisen, denn der Autor lässt die weiteren Entwicklungen offen. So bleibt es der eigenen Phantasie überlassen, wie es Germeshausen und Dreiser letztlich in Russland ergeht.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass das Buch in den letzten Kapiteln Anleihen an Buch und Film “Jagd auf roter Oktober” nimmt. Wer diesen Film mag, wird auch “ Die Reise ans Ende der Geschichte” mögen.
Mein Fazit:
“Die Reise ans Ende der Geschichte” ist ein locker und leichthändig geschriebener Roman, was jedoch der Spannung keinen Abbruch tut. Die Charaktere sind hervorragend gezeichnet und die Atmosphäre nach Ende des Kalten Krieges authentisch eingefangen. Das Buch bietet unvorhersehbare Wendungen und spiegelt eine sich verändernde gesellschaftliche Wirklichkeit, doch immer mit feinem Humor. Für mich hat Kristof Magnusson eine gelungene Reise beschrieben, die ich gerne allen reiselustigen Lesefreunden weiterempfehle.