Rasant und amüsant

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violettera Avatar

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Kristof Magnussons Reise ans Ende der Geschichte ist ein höchst amüsantes Werk, das mit dem Genre des Spionageromans liebäugelt. Aber ein Thriller ist sie nicht, diese skurille, sich zum Ende hin immer wilder und abstruser entwickelnde Geschichte. Sie spielt in den Neunzigerjahren, nach dem Ende des Kalten Krieges, als man, wie der Autor es ausdrückt, das Ende vom Ende der Welt feierte. Die Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, in jedem Fall sind es stark überzeichnete Typen. Die Handlung ist so unglaubwürdig, dass sie tatsächlich an Agententhriller erinnert. Anfang und Ende sind offen, unklar bis verwirrend, aber wie die ganze rasante und durchaus spannende „Reise“ überbordend witzig. Kurz, dieses Buch bietet nicht nur einen breiten Interpretationsspielraum, sondern vor allem einen hohen Unterhaltungswert.