Schräge Spionagegeschichte

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tausendschön Avatar

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Das Cover hat mich an einen James Bond Film erinnert, deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen. Letztlich war es jedoch eine Persiflage eines Agententhrillers mit Protagonisten, wie sie schräger eigentlich nicht sein können. Das hat jedoch den Roman so charmant gemacht. Der angeheuerte Dichteragent stolpert von einer gefährlichen Situation in die nächste und der eigentliche Agent wird zweitranging. Göttlich. Der lockere Schreibstil des Autors bringt Fiktion und Zeitgeschichte eloquent zusammen und nimmt eigentlich die Agenten oder die Zeit des Kalten Krieges 'auf die Schippe'. Wunderbar auch die philosophischen Ansätze, die den einzelnen Charakteren wiederholt zugeschrieben werden!
Mit James hat der Roman nicht viel zu tun, aber es ist ein sehr kurzweilig geschriebenes Buch, dessen offenes Ende einem doch etwas ratlos zurücklässt und man dem jungen Protagonisten nur alles Gute wünschen kann. Lesenswert.