ungewöhnliche Story

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
gihild Avatar

Von

Das Cover zeigt schon, dass man eine leichtere Lektüre erwarten kann.
Das Buch handelt von der Zeit nach dem Fall der Mauer. Welche Auswirkungen dieses auf verschiedene Spione hatte, wird von Kristof Magnusson witzig und unterhaltsam dargestellt. Ein Doppelagent will sich absetzen und braucht dazu Geld, viel Geld. Dafür heuert er einen jungen Poeten an. Dieser sieht Spionage als spannendes Spiel für sich an und geht in dieser Aufgabe voll auf. Die beiden Männer erleben abstruse Situationen, in denen jeder jedem misstraut.
Der Schreibstil ist temporeich und lustig, das Buch lässt sich leicht lesen. Bis zur Mitte des Buches war ich begeistert. Leider hat mir die zweite Hälfte nicht mehr so zugesagt. Die Figuren blieben merkwürdig farblos, es schlichen sich unlogische Situationen ein (wer wollte den Doppelagenten vergiften und warum?). Der Schluss lässt die Möglichkeit offen, mehr von diesen beiden ungleichen Spionen zu lesen.
Fazit:
Wer hier einen superspannenden, wendungsreichen Roman erwartet, wird enttäuscht. Es handelt sich eher um eine leichte Satire mit zahlreichen Seitenhieben auf die Agentenszene.
Wer aber eine amüsante, leicht abgedrehte Geschichte mit übergreifenden Genres sucht, wird hier fündig.
Bei mir ließ das Interesse ab der zweiten Hälfte nach. Der Schluss des Buches kam für mich recht plötzlich, dadurch wirkte die Geschichte auf mich wie abgebrochen, irgendwie unfertig. Fand ich schade, da der Stil von Magnusson mir sehr zusagt.