Unterhaltsamer Agentenroman

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katharinaf Avatar

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Schon das Cover von Kristof Magnusons Roman 'Die Reise ans Ende der Geschichte' - ein auf einem Cocktailglas tanzender Agent' - erinnert mich an ein Intro eines alten James Bond Films. Es passt ausgesprochen gut zum ersten Teil der Buches: Ein deutscher Agent rekrutiert auf einer Gartenparty der russischen Botschaft in Rom einen jungen, deutschen Dichter für seine beruflichen Zwecke. Doch auf seiner womöglich größen Mission wird ihm ein Cocktail fast zum Verhängnis.

Der Roman selbst dreht sich um wenige Hauptcharaktere, die bzw. deren Tun sehr authentisch beschrieben sind. Hinzu kommen etwas kuriose und dadurch sehr unterhaltsame Nebenrollen, wie die häufig betrunkene Partnerin des Agenten. Durch den lockeren Schreibstil kann man sich super in die Geschichte hineinversetzen und möchte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Denn, man will wissen wie es mit dem Agenten-Dichter-Duo weitergeht. Und so viel ist sicher: es wird nicht langweilig und die Geschichte geht stets in eine andere Richtung als man (ich) erwartet. Das Buch endet eher abrupt mit einem Cliffhanger, der mich neugierig macht ob bzw. wie die Geschichte denn weitergeht.

Insgesamt ein sehr gelungener Roman, der richtig Spaß macht zu lesen und den ich mir auch sehr gut als Urlaubslektüre vorstellen kann. Für alle, die hier aber einen Krimi erwarten sei gesagt, dass es sich um einen humorvollen Roman und keinen Krimi handelt.