Verrückter Agentenroman
Es sind die turbulenten frühen 1990er Jahre. Der kalte Krieg ist vorbei, die Blöcke haben sich aufgelöst, und wer jung ist, feiert die offenen Grenzen und die neu erworbene Freiheit. Nicht ganz so schön ist die Situation für die übrig gebliebenen Agenten, vor allem die bislang unerkannten Doppelagenten, doch wer geschickt ist, für den bieten sich auch in dieser Branche plötzlich ungeahnte Möglichkeiten. Aber wie geschickt ist wohl Dieter Germeshausen? Und ist es ein cleverer Schachzug von ihm, den jungen Dichter Jakob Dreiser, stets gut gelaunt und in jeder Situation ein angenehmer Gesprächspartner, in seine Pläne einzubeziehen? Es entwickelt sich eine sowohl komische als auch spannende Geschichte, die von Rom bis nach Kasachstan reicht. Das Buch ist spannend geschrieben und liest sich gut, auch wenn mir die eine oder andere unlogische Schleife nicht ganz zu passen schien.